unsere Methoden und Maximen

Bei unseren interreligiösen Dialogrunden arbeiten wir nach der Methode der Biografiearbeit. Was man darunter versteht, ist auf einer Seite der Universität Köln unter der Überschrift „Methodenpool“ kurz, klar und übersichtlich dargelegt.

Und hier die Grundsätze unserer Arbeit eher lebenspraktisch formuliert:

Unsere Maximen für den interreligiösen Dialog im Überblick

sich gegenseitig achten
sich gleichberechtigt gegenüberstehen
neugierig sein
sich gegenseitig kennen lernen
sich für das Leben anderer interessieren

in Ruhe zuhören
aufmerksam zuhören
offen sprechen
von sich selbst sprechen
frei sprechen
von eigenen Erfahrungen erzählen
fragen
nach Antworten suchen
weiterfragen

Werte und Normen anderer hören
unterschiedliche Wahrheiten erkennen
um gemeinsame Werte ringen

das Gemeinsame neu ausloten
Gemeinsamkeiten entdecken
gemeinsame Ziele  zusammen angehen


und das geht gar nicht:

schlecht über andere reden
anderen ins Wort fallen
andere Menschen lächerlich machen,
andere Menschen verachten, beleidigen, beschimpfen…
andere mithilfe von Zitaten aus Heiligen Schriften schmähen

andere Meinungen schlecht machen
Vorurteile verbreiten
sich über andere erheben
die eigene Wahrheit als einzig richtige hinstellen

 

 

Tagungen 2015 bis 2003

Programme unserer Jahrestagungen 2015 – 2003

Tagungsprogramme 2015 – 2003

Religiöses und weltanschauliches Anderssein.
Bereicherung – Herausforderung – Bedrohung? (2015)
Bei manchen Gelegenheiten merken wir, wir sind „anders“ als die Menschen um uns herum und manchmal wollen wir das auch so. Bei anderen Gelegenheiten wird uns ein Anderssein von außen zugeschrieben, ob uns das nun recht ist oder nicht. Und auch wir selber beschreiben mitunter aus den verschiedensten Motivationen heraus bestimmte Menschen als „anders“, was wiederum sehr unterschiedliche Implikationen haben kann. Die Tagung beschäftigt sich in Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops aus mehreren Perspektiven mit dem Thema „Anderssein“ und nimmt dabei besonderen Bezug auf religiöses oder weltanschauliches Anderssein. Und sie stellt Strategien zum Umgang mit diesem Thema im Schulunterricht und anderen Kontexten der Kinder- und Jugendarbeit vor.   Programm 2015

Meins, Deins, Unseres.
Geld, Besitz und Eigentum in Religionen und Weltanschauungen (2014)
Ob in Armut und Not oder in Reichtum und Überfluss – Fragen rund um den Umgang mit Geld, Besitz und Eigentum sind zentral für jede Gesellschaft und jedes Individuum. Häufig sind sie von  religiösen und weltanschaulichen  Traditionen geprägt. Die Tagung wird in Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops einige dieser Umgangsweisen präsentieren und zur Diskussion stellen.   Programm 2014

Gutes Leben – oder das Blaue vom Himmel?
Religiöse und weltanschauliche Vorstellungen vom „Guten Leben“ (2013)
Religionen und Weltanschauungen verfügen über einen reichen Fundus an
Geschichten, Bildern und Angeboten zu dem, was ein gutes Leben ausmacht. Sind diese Vorstellungen jedoch heute noch relevant und an jüngere Generationen vermittelbar, oder erscheinen sie jungen Menschen wie Beschreibungen von einem „Wolkenkuckucksheim“?
Impulsvorträge aus verschiedenen Perspektiven, Gesprächsrunden und Workshops präsentieren verschiedene Ansätze und laden zum Austausch über Umsetzungsstrategien ein.   Programm 2013

Die Welt ist eine Scheibe – und sie hat meist 21 Zoll Bildschirmdiagonale.
Religion und digitale Medienwelt (2012)
Die digitalen Medien haben unsere Welt revolutioniert. Sie haben unsere
Kommunikationsprozesse wie auch die Methoden des Wissenserwerbs grundlegend verändert und manches etablierte Hierarchiegefüge ins Wanken gebracht. Wie ist der Einfluss digitaler Welten auf pädagogische Prozesse, auf den Erwerb von Werten durch Kinder und Jugendliche? Wie gehen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften mit den Herausforderungen und Chancen der Online-Welt um?
Vorträge, Workshops und Gesprächsrunden, dazu Informations- und Gesprächsangebote.   Programm 2012

Wenn Glaube blind macht. Überzeugung und Fanatismus (2011)
Bildungsprozesse sollen auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereiten, in der Menschen sehr unterschiedlicher Überzeugung, Glaubensvorstellung und Prägung zusammenleben. Damit begegnen sich wechselseitig Fremde. Wie gelingt es, das Fremde und fremde Überzeugungen zu achten und dennoch das Eigene zu
vertreten? Wann besteht die Gefahr in Fanatismus zu verfallen? Wie ist dem zu begegnen? Welche Rolle spielen dabei Religion und Überzeugung? Führen sie eventuell zu Fanatismus?   Programm 2011

Empathie – Mitgefühl – Nächstenliebe
Aus dem Fundus von Religionen und Weltanschauungen (2010)
Seit einiger Zeit rücken Stichworte wie „Empathie“ und „Mitgefühl“ in den Vordergrund der pädagogischen Diskussion. Beklagt wird, dass Kinder und Jugendliche immer häufiger nicht ausreichend empathiefähig seien. Gleichzeitig fragt die pädagogische Psychologie nach den neueren Ergebnissen der Hirnforschung und nach deren Bedeutung für die Erziehung.
Wir haben uns darauf vorbereitet nach den Ressourcen von Religionen und Weltanschauungen zu diesem Themen zu fragen und in Workshops unterrichtspraktische Anregungen zu geben. Außerdem Informations- und Gesprächsangebote mit Baha´i, Buddhisten, Christen, Hindus,
Humanisten, Juden, Muslimen, Paganisten, Sikhs und Yeziden.
Programm 2010

0666.2

Deine Würde – meine Würde?  (2009)
Die Würde des Menschen ist unantastbar; so steht es im Grundgesetz. Das gilt für jeden Einzelnen wie für die Gemeinschaft. Was Würde bedeutet, wird in Kulturen, Religionen und Weltanschauungen jedoch unterschiedlich begründet und führt allzu oft zu Missverständnissen und
Konflikten. Wo verletzt mein Verständnis von Würde deine Würde? Wo (über-)fordert mich dein Verständnis von Würde? Auf der diesjährigen Tagung der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen möchten wir verschiedene Begründungen vorstellen und mit Referaten, Austausch untereinander und praktischen Übungen dazu anregen, das Thema „Würde“ neu zu beleuchten.   Programm 2009

Ich arbeite, also bin ich (?)
Arbeit und Identität in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen (2008)
Arbeit spielt bei der Ausbildung von Identität unbezweifelbar eine große
Rolle. Nicht arbeiten zu können oder zu dürfen, beeinträchtig die Identität, das Selbstwertgefühl. Aber was ist Arbeit – doch nicht nur Erwerbsarbeit?
Ein einführender Vortrag und eine Podiumsrunde werden diesen
Themenkreis umreißen. Anschließend laden vielfältige Informations- und
Gesprächsangebote zu Dialog und Austausch mit den Mitgliedern der Werkstatt ein und sie können in Workshops/Arbeitsgruppen mit Fachleuten diskutieren, die in verschiedenen Bereichen des Übergangs von Schule zu Arbeitsleben tätig sind.   Programm 2008

Identität mit / ohne / gegen Gott?
Religionen und Weltanschauungen im Pluralismus (2007)

Die 7. Fachtagung der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen legt den Schwerpunkt auf die Frage nach persönlichen und kollektiven Identitäten in einer vor allem und zunehmend von Diversität geprägten Gesellschaft. Eine der wichtigsten Aufgaben von Schule ist ja die Unterstützung bei der Entwicklung und Erprobung von Identität(en). Und in jüngster Zeit erfährt die Rolle von Religionen und Weltanschauungen im Identitätsbildungsprozess wieder stärkere Aufmerksamkeit. Wie verträgt sich die vermeintliche Eindeutigkeit religiöser Identität mit dem realen Leben in pluralistischen Zusammenhängen? Dem wollen wir durch Referat, Werkstattgespräch, Medienseminar und Diskussionen auf den Grund gehen.   Programm 2007

LogoWRW

…neue Männer wünscht das Land.
Der Beitrag von Religionen und Weltanschauungen zu Jungen- und Männerrollen (2006)
In Fortsetzung unserer letztjährigen Fachtagung zu Geschlechterrollen in
den Religionen und Weltanschauungen mit dem Schwerpunkt auf Mädchen und Frauen wird sich die Tagung diesmal auf Jungen und Männer (-rollen) beziehen. Wir fragen, welche religiös und weltanschaulich geprägten Traditionen hilfreich und welche veränderungswürdig sind, um das Zusammenleben beider Geschlechter in unserer Gesellschaft zu erleichtern und es lebenswert zu gestalten.
Neben einem Fachreferat und biografischen Berichten gibt es vielfältige
Informations- und Gesprächsangebote.   Programm 2006

Geschlechterrollen
Theorie und Praxis in Religionen und Weltanschauungen (2005)
Mit dieser 5. Fachtagung der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen wollen wir uns mit dem aktuellen Thema „Geschlechterrollen“ auseinander setzen. Im Miteinanderleben und Aufwachsen in unserer pluralen und heterogenen Gesellschaft sind die unterschiedlichen Traditionen dazu oft Zündstoff für Konflikte. Wie weit muss und darf Toleranz hier gehen? Sind die Religionen hilfreich oder hinderlich auf dem Weg zu einer Geschlechtergerechtigkeit?   Programm 2005

Erwachsenwerden
Viele Fragen – unterschiedliche Antworten (2004)
Was wird von den Jugendlichen erwartet – welche Hilfestellungen und
Einübungsmöglichkeiten bieten ihnen die Religionen und Weltanschauungen? Wie gehen die Jugendlichen – wie geht die Gesellschaft/die Gemeinschaften – mit den Brüchen und Verschiedenheiten einer Einwanderungsgesellschaft um? Eignen sich
Glaubeninhalte und Überzeugungen für eine Dialog-Kultur?
Auf der Fachtagung werden wir Ihnen druckfrisch unsere Materialien für den Unterricht zum Thema ‚Erwachsenwerden’ vorstellen, Ihnen vielfältige Informationen zum Hintergrund der Religionen und Weltanschauungen geben, Ihnen ausführlich Gespräche ermöglichen und praktische Anleitung zum dialogischen Arbeiten anbieten.
Programm 2004

Erwachsenwerden
Vorbilder, Leitbilder, Rituale auf dem Hintergrund verschiedener Religionen und Weltanschauungen (2003)
Was bedeutet Erwachsenwerden auf dem Hintergrund der Globalisierung?Wie formen junge Menschen ihre Identität auf dem Hintergrund von unterschiedlichen Wertvorstellungen, Normen, Sichtweisen und Glaubensvorstellungen? Wo sind Grenzen und Tabus, die neue Defintionen behindern oder die Richtung vorgeben?
Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen ist eine Initiative in der Werkstatt der Kulturen. Sie erarbeitet Materialien und Informationen aus dem Dialog für den Dialog. Einmal im Jahr werden die Ergebnisse der Werkstatt-Arbeit im Rahmen einer Fortbildungstagung zusammengefasst und in Form von Vorträgen und Ausstellungen präsentiert.
Für zwei Tage verwandelt sich die Werkstatt der Kulturen in eine Werkstatt der Religionen und Weltanschauungen, mit Räumen, in denen der Alltag der Religionen und Weltanschauungen erkundet werden kann. Angehörige verschiedener Weltanschauungs- und Glaubens-  Zusammenhänge freuen sich auf das Gespräch mit Ihnen.
Eingeladen sind alle, die sich am Dialog der Religionen und
Intra-Urkunde Weltanschauungen beteiligen möchten.
P:S: Seit kurzem ist die ‚Werkstatt Religionen und Weltanschauungen’ ein „ausgezeichnetes“ Projekt: Am 5.10. erhält sie den Projektpreis „für Komplementarität der Religionen“ der Interreligiösen Arbeitsstelle.   Programm 2003


Leben, Sterben und Bestatten (2002)

Ramadan und Advent – Fastenzeit und Schlemmerwochen? (2000)

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WRW – ihre Geschichte

Das Projekt Werkstatt Religionen und Weltanschauungen hat seinen Ursprung in der Erfahrung einer evangelischen Religionslehrerin an Kreuzberger Schulen in den 1980/90er Jahren: die vorgesehenen Inhalte des Religionsunterrichts gingen stark an der Lebenswirklichkeit der Schüler_innen vorbei. Die ethnisch-religiöse Herkunft der Kinder unterschied sich deutlich von der früherer Schüler-Generationen, eine religiöse Bindung der wenigen Kinder aus alteingesessenen Familien war kaum noch erkennbar und die täglichen Erfahrungen aller im Kiez waren durch Sprachbarrieren, wenig Wissen über einander und auch durch neue Formen des nachbarschaftlichen Umgangs geprägt.

Die kulturell und religiös immer vielfältigere Landschaft in Berlin forderte dazu heraus, einerseits Materialien dazu für den schulischen Gebrauch zu finden und andererseits selbst mit Angehörigen unterschiedlichster Religionen und Weltanschauungen ins Gespräch zu kommen. Doch der ursprüngliche Plan, in eigenen Räumen eine reale Lernwerkstatt mit materieller und personeller Ausstattung zu realisieren, scheiterte an der Finanzierung. Stattdessen entwickelte sich aus dieser Ursprungsidee eine Dialogrunde von 15 – 25 Beteiligten, eingebunden in und unterstützt durch die Berliner Werkstatt der Kulturen.

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen trifft sich seit dem Jahr 2000 regelmäßig in der Werkstatt der Kulturen in Berlin-Neukölln, die seit 2020 nach einem Wechsel der Trägerschaft Oyoun heißt. – Oyoun stellt Räumlichkeiten und personelle Ressourcen in begrenztem Umfang zur Verfügung, alles andere geschieht in der WRW in ehrenamtlicher Arbeit. Für die Durchführung der Jahrestagung müssen zusätzlich Mittel akquiriert werden

Als das Projekt im Jahr  1999 gegründet wurde, stellte es eine Pionierleistung im interreligiösen Dialog mit Bezug auf Schule dar. Heute liegt seine Besonderheit weniger in der Zielgruppe „Schule“ als in der Diversität der Beteiligten. Das Spektrum reicht von  nicht-religiösen Weltanschauungen über große und kleine Religionsgemeinschaften bis zu neuen religiösen Bewegungen. Diese Mischung trägt der Vielzahl der in Berlin gelebten und praktizierten Überzeugungen  Rechnung. Das Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bildet die Voraussetzung und ist die gemeinsame Plattform für die Mitarbeit in diesem Projekt.

Die Methode des biografischen Gesprächs hat sich für die Arbeit in diesem Personenkreis bewährt. Der kontinuierliche persönliche Austausch schafft eine Grundlage des Vertrauens und der Wertschätzung unter den Beteiligten, die es zum einen ermöglicht auch „heikle“, Konflikt belastete Fragen anzusprechen und die Orientierung am Biografischen verhindert das  Reden „zum Fenster hinaus“ mit der Wiedergabe der bekannten Statements einzelner Gemeinschaften.

Durch ihr kontinuierliches Engagement und die abwechslungsreiche Themenstellung hat sich die jährliche Tagung des Projekts Werkstatt Religionen und Weltanschauungen einen festen Platz im Terminkalender vieler Pädagog_innen in Berlin und Brandenburg erworben. Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung in beiden Bundesländern sowie die jährliche Teilnehmerzahl von 90 – 150 Personen sind Belege für die Akzeptanz der Arbeit des Projekts.

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darum bin ich dabei

Werkstatt bei der Arbeit.P1020034-1„weil die Werkstatt eine wichtige Einrichtung für zivilgesellschaftliches Engagement in Initiativen des Friedens ist.“

weil die Werkstatt mich selber schlauer macht, auch in Fragen meiner Religion.“

„weil ich hier eine Vielfalt von gelebten religiösen / weltanschaulichen / spirituellen Möglichkeiten erlebe – ohne eingeengt zu werden und auf eine enge, mir nicht angemessene Dogmatik festgelegt zu werden.“

„weil ich in der Werkstatt immer wieder erfahre, dass sich Vernunft und Glaube doch nicht ausschließen.“

„weil die verschiedenen religiösen Zeugnisse in der Werkstatt für mich ein wichtiger Beitrag zum Erleben unserer Wirklichkeit sind.“

„weil ich jenseits von Dogmatik  so viele Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Religionen und Weltanschauungen entdecke.“

„weil das Zusammenleben in einer heterogenen Stadt wie Berlin besser gelingt, wenn die Menschen miteinander reden und sich gegenseitig kennenlernen. Dafür ist die Werkstatt ein geeigneter und wichtiger Ort. Außerdem finde ich spannend, welche Theorien andere Menschen entwickelt haben, um sich ihre Existenz erklären zu können.“

„weil ich meinen eigenen Glauben vor dem Hintergrund der anderen Überzeugungen noch klarer erkennen kann.“

„weil das Erzählen über sich selbst und das Erfahren der Geschichten der Anderen dem Selbstverständnis dient und die eigenen toten Winkel aufdeckt.“

„weil es sich von Mensch zu Mensch so viel besser über spirituelle Erfahrungen und biographische Perspektiven als über abstrakte Glaubensinhalte und Ziele sprechen lässt.“

„weil man in einer Atmosphäre aus Vertrauen und Respekt auch die tiefsten Seelenthemen behutsam ansprechen und ihnen wohlwollend zuhören kann.“

„weil ich hier nicht nur über andere Religionen in abstrakter Weise höre, sondern die autobiografische Ebene mir immer wieder spannende Einblicke in erlebte Religion vermittelt.“

 

 


 

Mitwirkende

In der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen wirken mit:

Amogharatna (Sanskrit: das nicht aufzuhaltende Juwel) kommt aus England, wo er als Straßenbauer, Sozialarbeiter, Gärtner, Koch, u.a. arbeitete, und Philosophie und Politik studierte. 1992 begegnete er den Buddhismus, und 1997 wurde er in den Buddhistischen Orden Triratna aufgenommen. Seit 2000 lebt er in Berlin, wo er im Buddhistischen Tor tätig ist. Nebenbei arbeitet er als Englischlehrer.

Berger, Angela ist Diplompsychologin und Religionslehrerin und zeitlebens an religiösen und spirituellen Fragen interessiert. Sie arbeitet derzeit als Studienleiterin für evangelischen Religionsunterricht im Amt für kirchliche Dienste in Berlin in der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Religionslehrkräfte. In der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen vertritt sie die evangelisch-christliche Konfession.

Hammel, Dr. Jan Aaron: ist geschäftsführend bei Jehi` Or,  Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemistismus GUG tätig und insbesondere  für die Kampagne Solidarisch gegen Hass. Außerdem ist er selbstständiger IT Berater und Journalist. Er ist Mitglied im Koordinierungskreises des Berliner Forums der Religionen.

Hockenjos, Ruthild: nach vielen Jahren als evangelische Religionslehrerin in Berlin-Kreuzberg (Grund- und Hauptschule), baute sie seit den 1990er Jahren die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen auf und koordiniert seither die Arbeit der Werkstatt.

 

Höfig, Klaudia: Dipl. Religionspädagogin. Sie ist Katholikin und arbeitet als Referentin für Interkulturelle Pastoral beim Erzbistum Berlin. Sie bietet Gesprächsformate an, die auf die Wirklichkeiten zwischen Religion und Gesellschaft aufmerksam machen. Dabei ist der interreligiöse Dialog ein wichtiges Element ihrer Arbeit für Menschen in Berlin.

Ayako Hori

Hori-Merdon, Ayako:  Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit dem interreligiösen Dialog in Berlin. Sie ist katholisch und kommt aus Japan.

 

Kaur, Ranjit Paul: in Indien geboren und aufgewachsen. In Indien hat sie Biologie studiert, in Deutschland hat sie sich als EDV-Fachkraft weitergebildet und arbeitet als Software-Entwicklerin im öffentlichen Dienst. Sie ist aktives Mitglied der Sikh Gemeinde Berlin und engagiert sich in mehreren interreligiösen Dialogkreisen. Sie ist Mitinitiatorin der Langen Nacht der Religionen und ist Mitglied im Koordinierungskreis des Berliner Forums der Religionen.

Gisela Klein Klein, Gisela: gehört der Baha`i-Religion an. Sie wuchs in Westfalen auf und ging 1968 nach Berlin, um dort als Kontoristin zu arbeiten. Später hat sie ihr Diplom als Handelslehrerin erworben und mehrere Jahrzehnte als Studienrätin an einem wirtschaftsbezogenen OSZ gearbeitet. Evangelisch erzogen, erkannte sie 1986 Bahá’u’lláh als Gottesoffenbarer für dieses Zeitalter an – biblische Prophezeiungen wie die Wiederkunft Christi hatten sich für sie erfüllt.

Kranz, Gisela: Dipl.-Politologin, war ihr Berufsleben lange in der Erwachsenenbildung tätig und ist in mehreren Projekten der Zivilgesellschaft engagiert.  Sie ist Hierophantin in der multireligiösen Fellowship of Isis und arbeitet im Berliner Forum der Religionen mit.

Ludin, Fereshta: Muslima, hat das Lehramt für Grund- und Hauptschulen in den Fächern Englisch, Deutsch und Gemeinschaftskunde bzw. Politikwissenschaft studiert. Sie engagiert sich für den interreligiösen und interkulturellen Dialog an Schulen. In Zusammenarbeit mit dem Senat hat sie den Initiativkreis „Dialog der Religionen für Kinder und Jugendliche“ 2014 mit ins Leben gerufen. Sie setzt sich für die Antidiskriminierungsarbeit und Chancengleichheit im Rahmen staatlicher Initiativen ein. Sie ist Mitglied im Koordinierungskreis des Berliner Forums der Religionen.

Daniela MangerManger, Dr. Daniela arbeitet beruflich seit 2018 als Christlich-Wissenschaftliche Heilerin. Vorher war sie über 20 Jahre lang als Soziologin in der Innovations- und Managementforschung tätig. Sie ist aktives Mitglied einer Christlich-Wissenschaftlichen Gemeinde in Prenzlauer Berg und praktiziert Gebet in allen Lebenslagen wie etwa in einer Gebetsgruppe für Tiere als unsere Mitgeschöpfe.

Räther, Paul geb. 1960, Tibetologe und Religions-wissenschaftler,  Mitarbeiter  bei Oyoun, ehemals  Werkstatt der Kulturen, dort ist er verantwortlich für Kooperationen, Fundraising und die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen. Als Sohn unreligiöser Eltern mit christlichem Hintergrund konvertierte er im Alter von 25 Jahren zum Buddhismus, ist aber im Grunde ungläubig geblieben und sieht sich mittlerweile als „Viertel-Buddhist“.

Schäfer, Katja: konfessionsfrei, seit vielen Jahren Lebenskundelehrerin in Berlin beim Humanistischen Verband Deutschlands. In Thüringen geboren, hat sie 33 Jahre ihres Lebens in der DDR verbracht. Sie wurde atheistisch erzogen, hat eine Lehrerausbildung und war nach dem Studium sowohl als Lehrerin, als auch als Redakteurin und Lektorin tätig, bis sie 1991 beim Humanistischen Verband ihre weltanschauliche Heimat und Arbeitsstelle gefunden hat.

Petra Beate Schildbach Schildbach, Petra Beate: ist im Geiste des Sufismus, der Toleranz und dem Respekt allen Religionen und geistigen Strömungen gegenüber aufgewachsen. Von 1960 bis 1970 war sie im Internationalen Sufi-Zentrum in Suresnes (bei Paris) tätig, seit 1971 im Sufi-Zentrum Berlin, dessen Leitung sie 1973 übernahm. Schon in den 70er und 80er Jahren hat sie interreligiöse Podiums-Veranstaltungen  durchgeführt.  Sie ist in vielen interreligiösen Initiativen tätig, hat in Rundfunksendungen und in VHS-Veranstaltungen mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften gesprochen.

Karl Schimkowski ist Dolmetscher und Übersetzer von Beruf. Geboren und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, zog es ihn zum Studium nach Leipzig und zwischendurch nach Paris. Seit 2011 lebt er in Berlin und bringt sich auf unterschiedliche Arten in der hiesigen Gemeinde der ISKCON (Hare-Krishna-Bewegung) ein, wo er auch seine Freude am Kochen ausleben kann.

Thale, Sven: hat Erziehungswissenschaft und Philosophie studiert. Als Sven ThaleAgnostiker tritt er dafür ein, die wissenschaftliche Erkenntnisfähigkeit des Menschen zum Wohle aller zu nutzen und die Grenze zum Bereich des Glaubens und der Metaphysik explizit zu machen.
Er ist Referent für Fortbildung und Didaktik am Ausbildungsinstitut für Humanistische Lebenskunde und er ist Mitglied der Humanistischen Akademie.

Wilke, Dr. phil. Hans Hermann: evangelischer Theologe u. Pädagoge im Unruhestand hat Ruthild Hockenjos bei der Gründung der Werkstatt unterstützt. Außerdem Mitarbeit im Berliner Forum der Religionen, im ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee, im Autismus-Bereich und engagiert in schulpolitischen Gremien.