Der Islam gehört zu Europa

Als ´Buch des Monats März`
stellt Reinhard Kirste in seinem interreligiösen Blog das Buch von
Monika Walter: Der verschwundene Islam? – Für eine andere Kulturgeschichte Westeuropas, (533 S.)  vor. „Von der historischen Abgrenzung in der christlichen und aufklärerischen Geschichte Europas ist es allerdings ein schwerer, jedoch notwendiger Weg, europäische Identität auch im Kontext des Islam neu zu definieren.“
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Eine weitere Neuerscheinung zum Thema Islam und Europa ist das Buch von Monika und Udo Tworuschka: Illustrierte Geschichte des Islam, (172 S.). „Es zeichnet ein differenziertes Bild des Islam von seinen Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart. … Das alles attraktiv und übersichtlich präsentiert… Zahlreiche Infokästen sorgen zusätzlich für Orientierung und schnellen Zugriff auf die Informationen.“
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Scorsese-Film Schweigen

Am 2. März 2017 soll es soweit sein: Martin Scorceses Herzensprojekt, an dem er bereits seit 2007 arbeitet, kommt dann auch in die deutschen Kinos, es ist „Schweigen“, die Filmadaption des Romans von Shusako Endo. In den USA ist der Film bereits sein Dezember 2016 zu sehen.

Der Film erzählt die Geschichte zweier portugisischer Jesuiten, die im Japan des 17. Jahrhunderts in die brutale Verfolgung der katholischen Minderheit geraten. Der Zuschauer sieht sich mit aktuellen, zeitlosen Fragen konfroniert: welche Ausdrucksformen seiner inneren Überzeugung bleiben dem einzelnen Gläubigen inmitten einer dezidiert intoleranten Gesellschaft und wie nimmt er das anscheinende Schweigen Gottes angesichts des Martyriums der Gläubigen auf?

Shusako Endo – die New York Times nennt ihn „den  japanischen Graham Greene“- schrieb seinen Roman ´Schweigen` 1966. Endo wurde mit den bedeutendsten Literaturpreisen Japans ausgezeichnet.

der IntrA-Newsletter

Alle Freunde des interreligiösen Dialogs möchten wir noch einmal auf den Newsletter der Interreligiösen Arbeitsstelle Intr°A aufmerksam machen!

Monat für Monat findet man hier eine Fülle von
Informationen und Hinweisen, die die unterschiedlichsten Aspekte des Interreligiösen zum Thema haben und die wohl an keinem anderen Ort so komprimiert und vielfältig präsentiert werden.

Im Dezember wird  beispielsweise als ´Buch des Monats` ein anspruchsvoller Sammelband mit Schriften europäischer und indischer Autoren zur christlich-hinduistischen Spiritualität vorgestellt:
Bettina Bäumer, Ulrich Winkler (Hg.):
Unterwegs zur Quelle des Seins. Die Relevanz des Lebens und Denkens von Henri Le Saux/Abhishiktananda für die hindu-christliche Bewegung,
2016. ISBN 978-3-7022-3455-3

 

Interkultureller Kalender

Und da das Jahr zur Neige geht, sei daran erinnert:

Der Interkulturelle Kalender 2017 von Gertrud Wagemann, der die wichtigsten Feste und Feiertage aus vielen Religionen und Kulturen verzeichnet, ist da!
Bezugsmöglichkeiten und Download hier.

Auch während unserer Jahrestagung war der Interkulturelle Kalender mehrfach zu sehen.

Ergänzend zum Kalender empfiehlt WRW-Gründerin Ruthild Hockenjos das 2014 erschienene Buch
Gertrud Wagemann: Feste der Religionen – Begegnung der Kulturen.
„Eine Schatzkiste voller vielfältigster Informationen, Geschichten, Gedichte, Lieder, die in diesem hervorragenden Band gesammelt sind. Gertrud Wagemann, die jahrelang in unserer Werkstatt mitarbeitete, hat Feste aus bekannten aber auch weniger bekannten Religionen/Traditionen zusammengetragen und sie mit erhellenden Texten aus den jeweiligen Traditionen versehen. Ein anregendes und sehr empfehlenswertes Buch!“

darf ich zeigen, wer ich bin?

Bei unserer Jahrestagung 2015 stieß die Lesung von Fereshta Ludin auf sehr große Resonanz.  Wir freuen uns daher, das Thema in Zusammenarbeit mit der Werkstatt der Kulturen noch einmal aufgreifen zu können:

Mittwoch, 1. Juni 2016, 19.30 Uhr
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Lesung und Gespräch mit Fereshta Ludin, Autorin von „Die Enthüllung der Fereshta Ludin. Die mit dem Kopftuch

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Foto Daniel Gerlach — Deutscher Levante Verlag, CC0

Das Buch von Fereshta Ludin beschreibt als eines von vielen Beispielen, wie und wo Zivilgesellschaft und Religion ihr Verhältnis neu ausrichten. Hier ist das Kopftuch der Musliminnen der Ausgangspunkt für vielerlei ganz persönliche Erfahrungen und für weiterführende Gedanken. Mit der Lesung und dem anschließenden Gespräch werden Überlegungen, Befürchtungen und Vorschläge formuliert – unter den Podiumsteilnehmer*innen und im Austausch mit dem Publikum.

Fereshta Ludin ist Tochter eines afghanischen Diplomaten, lebte als Schülerin in Saudi-Arabien, ist Mutter einer muslimischen Patchwork-Familie und Weltbürgerin – eine bekennende Muslima, die Deutschland mit gestalten und keine Zuschauerin sein will.

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