Die mit dem Kopftuch

Werkstatt der Kulturen /Werkstatt der Religionen und Weltanschauungen

Lesung und Gespräch mit der Autorin Fereshta Ludin
Sonntag, 28. Juanuar 2018 um 15.00 Uhr,Semainarraum 1
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße

Immer wieder ist es ein Thema: Kopftuch, Burka, Burkini & Co. Es fällt Außenstehenden oft allzu leicht ein Urteil zu bilden, dabei sind sie meist nie in ein tiefes Gespräch mit Menschen eingegangen, die ein Tuch über ihrem Haupt tragen.

Fereshta Ludin ist „die Frau mit dem Kopftuch“, die viele Jahre seit Ende der 1990er Jahre bis Anfang 2003 bis zum Verfassungsgericht gegangen ist, um sich von der institutionellen Diskriminierung auf Grund ihres Kopftuches als Lehrerin zu befreien. Wie diese Person denkt, wer sie ist und welche Beweggründe sie hatte, durch die Instanzen zu gehen, wird sie uns mit ihrer Lesung näher bringen.

Sie stellt sich persönlich der Debatte um das Recht der muslimischen Frau, im staatlichen Dienst ein Tuch zu tragen zu dürfen, und um das Neutralitätsgesetz und dessen negative Auswirkungen für die Betroffenen. Ihre Erzählungen werden ihre eigenen und die Beweggründe vieler Betroffener beleuchten. Daher laden wir herzlich zu einer Lesung mit Fereshta Ludin mit anschließendem Gespräch ein!

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Interkultureller Kalender 2018

Foto: G. Wagemann

Der Interkulturelle Kalender von
Gertrud Wagemann, der die wichtigsten religiösen und säkularen Feste und Feiertage vieler Kulturen verzeichnet, ist da!


Download und Bestellmöglichkeiten
hier

Ergänzend zum Kalender empfiehlt WRW-Gründerin Ruthild Hockenjos das 2014 erschienene Buch von Gertrud Wagemann ´Feste der Religionen – Begegnung der Kulturen`:
„Eine Schatzkiste voller vielfältigster Informationen, Geschichten, Gedichten, Liedern, die in diesem hervorragenden Band gesammelt sind. Gertrud Wagemann, die jahrelang in unserer Werkstatt mitarbeitete, hat Feste aus bekannten aber auch weniger bekannten Religionen/Traditionen zusammengetragen und sie mit erhellenden Texten aus den jeweiligen Traditionen versehen. Ein anregendes und sehr empfehlenswertes Buch!“

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Jahrestagung 2017 – Bericht

Zusammenfassung der Tagungsbeiträge und ergänzende Hinweise:

Fast ein Jahr lang haben wir in der Werkstatt in monatlichen biographischen Runden zum Thema „Religiös – säkular – neutral: Religion und Staat“ erzählt und dabei u.a. folgende Fragen immer wieder individuell und kollektiv beleuchtet:

Wo kollidiert(e) meine Überzeugung mit der Vielfalt der Gesellschaft?
Wie verstehe ich „Neutralität des Staates“?
Wo kollidiert(e) meine Überzeugung mit dem „neutralen“ Staat bzw. wo gerade nicht?
Und welche dieser Aspekte wollen wir in die Jahrestagung einbringen?
Logo WRWDaraus entstand das Programm der Jahrestagung 2017

9:20 Grußwort von Gerry Woop, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für  Kultur und Europa

9:40 Impulsreferat 1: Juristischer/verfassungsrechtlicher Aspekt
RA Dr. Thomas Heinrichs*, Vizepräsident der Humanistischen Akademie Deutschlands

10:00 Impulsreferat 2: Gesellschaftspolitischer Aspekt
Ender Çetin, Erziehungswissenschaftler und islamischer Theologe, ehem. Vorstandsvorsitzender  der Şehitlik Moschee in Berlin-Neukölln

10:20 Impulsreferat 3: Bildungsaspekt
Prof. Dr. Riem Spielhaus, Leiterin der Abt. Schulbuch und Gesellschaft am Georg Eckert-Institut für Schulbuchforschung, Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Göttingen

11:10 Fishbowl: Diskussion der 3 Referent*innen mit einigen WRW-
Teilnehmer*innen und nschließend mit Tagungsgästen

13:45 Adham El Said – Musikalisches Intermezzo

14:00 Workshops:
1. Wie wird in anderen Ländern im Schulalltag mit religionsbezogenen             praktischen Themen umgegangen?  (Riem Spielhaus)

2.  Was kann politische Bildung im Kontext von Religion und Staat beitragen? – Berliner Landeszentrale für politische Bildung
(Reinhard Fischer)

3. Die Sache mit der Religion“ – die Neuköllner Ausstellung.
Erfahrungen  aus der Arbeit mit Schüler*innen
(Silvia Haslauer und Anja Mutert)

4. Die Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen – ADAS:
Erfahrungen, Materialien und Übungen  (Aliyeh Yegane und
Amine Tașdan)

5.  Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher
Bildung – DEVI e.V. :  Handlungskonzepte und Projektangebote für
Schulen in Brandenburg und Berlin  (Michael Hammerbacher)

6. Beispiele für Lernen von interreligiöser Kompetenz aus der
Lehrer*innenausbildung  des Verbands der Humanisten
(Max Kölling)

16:00 Kurzfilm „Fard – das zweite Gesicht

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*noch ein Hinweis: gerade ist das neue Buch von Dr. Heinrichs erschienen. Es trägt den Titel „Religion und Weltanschauung im Recht. Problemfälle am Ende der Kirchendominanz“.

An der Tagung nahmen rund 130 Gäste aus Berlin und Brandenburg teil.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung bei:

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Logo Internationales Pastorales Zentrum

Logo AKD
der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg- schlesische Oberlausitz

Logo Islam. Föderation

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Muslime gegen den Terrorismus

MARSCH DER MUSLIME GEGEN DEN TERRORISMUS
9. –14. JULI 2017

Am Sonntag, 9.Juli. um 12.30 startet das muslimisch-jüdisch initiiertes europäisches Friedensprojekt in Berlin an der Gedächtniskirche, das fünf Tage darauf, am französischen Nationalfeiertag, dem 14.Juli, in Paris seinen Zielpunkt haben wird:
Die „Marche des Musulmans contre le terrorisme“ – den „Marsch der Muslime gegen den Terrorismus“.

Imame aus ganz Europa sowie Delegationen, die die Länder mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten repäsentieren, werden sich in Berlin auf dem Breitscheidplatz in Anwesenheit der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin Angela Merkel versammeln. Dort werden sie ein Gebet zur Erinnerung an die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 sprechen.

Die Mitglieder der Delegation werden danach in einem ihnen zur Verfügung gestellten Autobus eine Fahrt zu allen Städten machen, in denen Mörder im Namen des Islam blutige Anschläge verübt haben.
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Friedensmarsch im Ramadan

Unser WRW-Mitglied Fereshta Ludin  und andere engagierte Musliminnen und Muslime rufen zu einem Friedensmarsch am etzten Freitag des  Fastenmonats Ramadan auf.
In ihrem Aufruf heißt es: „Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die in Deutschland und außerhalb Opfer von jeglicher Form von Diskriminierung, Hass, Gewalt und Terror geworden sind.“

Termin: 23. Juni, 18.00 – 20.00 Uhr,
Die Route führt vom Gendarmenmarkt zum Pariser Platz, wo eine Mahnwache und ein Friedensgebet abgehalten werden.

Ähnliche Friedensveranstaltungen werden am selben Tag auch in Hamburg, Stuttgart und anderen Städten stattfinden.

Lange Nacht der Religionen

Am 25. Mai (Himmelfahrtstag) findet die diesjährige Lange Nacht der Religionen statt.
Zu einem außergewöhnlichen Zeitpunkt, denn in den anderen Jahren fand sie immer im September statt. Doch diesmal ist die Lange Nacht mit ihren rund 100 Veranstaltungen  sozusagen in den Evangelischen Kirchtag mit seinen paar Tausend Veranstaltungen in 4 Tagen (25. – 28. Mai) eingebettet.
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Wir weisen hier nur auf einige Angebote hin,
wo Mitglieder der Werkstatt aktiv dabei sind.


Alex-Treff

Wie alle Bahá`i-Gemeinden weltweit setzen wir uns für die Einheit der Menschen ein.
Kennenlernen der Bahá `i-Religion durch Lesen von Gebeten und Texten aus den Bahá`i-Schriften, Gespräche
http://nachtderreligionen.de/bahai-gemeinde-2017/
imProgrammheft S. 60

Christliche Wissenschaft, Charlottenburg
Heilung, Klärung, Fortschritt und Versöhnung sind realistische Perspektiven für jeden.
Aus Anlass des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reformation“: Workshops zum Thema „Die heilende Botschaft der Bibel“
http://nachtderreligionen.de/christliche-wissenschaft/
im Programmheft S. 23

Erzbistum Berlin mit Kirchenschiff auf der Spree
Vom 25. – 27. Mai lädt das katholischen Erzbistum Berlin zu ca. 90 minütigen thematischen Schiff-Fahrten auf der Spree mit ökumenischen Lieblingsorten, Live-Musik und Abendprogramm. Für die Besucher  des Kirchentags kostenlos.
Siehe: http://www.erzbistumberlin.de/wir-sind/reformationsjahr/kirchentag/

Jüdisches Bildungszentrum Chabad Lubawitsch
eine lebendige Synagoge, geführt nach orthodoxem Ritus, offen für jeden.
Hawdala- Gebete, Führung durch die Synagoge, Gespräche
http://nachtderreligionen.de/chabad-lubawitsch/
im Programmheft S. 40

Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee „Christen und Widerstand“
Ökumenisches Erinnern wir an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Opfer dieser Zeit.
Andachten, Ausstellung „Christliche Zeugnisse aus dem Widerstand“, Führung „Plötzenseer Totentanz“ – Bilderzyklus von A. Hrdlicka, Informationen und Gespräche
http://nachtderreligionen.de/oekumenisches-gedenkzentrum-2/
im Programmheft S.30

Pagane Wege und Gemeinschaften
Die Vielfalt des gelebten modernen Heidentums kennen lernen;
Rituale, Vorträge, Informationen und Gespräche
http://nachtderreligionen.de/pagane-wege-und-gemeinschaften/
im Programmheft S. 50

Sikh-Gemeinde Berlin
Sikhs glauben an einen Gott – er ist derselbe für alle und jeden, unabhängig von Kaste, Herkunft, Farbe oder Geschlecht.
Gottesdienst, Gesang der Hymnen aus dem heiligen Buch ´Guru Granth Sahib`, Informationen, Gespräche, gemeinsames Essen
http://nachtderreligionen.de/sikh-gemeinde-berlin/
im Programmheft S.105

 

Ausstellung in Neukölln

Die Sache mit der Religion – gestern wurde die Ausstellung im Museum Neukölln im Gutshof Britz eröffnet, sie ist als Gemeinschaftsprojekt des Museums mit 8 Neuköllner Schulklassen entstanden. Ziel des Projekts war es, „anlässlich des 500. Reformationsjubiläums den religiösen Alltag in Neukölln zu erforschen“. Dazu sagt der Flyer: „Fast die Hälfte der Menschen, die in Neukölln leben, gehört einer Religionsgemeinschaft an. Neben zahlreichen Kirchen und Gebetssälen christlicher Gemeinden gibt es in Neukölln auch 18 Moscheen, zwei Hindu-Tempel und ein buddhistisches Zentrum.“

Die Ausstellung zeigt Alltagsgegenstände aus den Weltreligionen, die in Neukölln gefunden wurden und Zeugnisse zur Geschichte der Glaubensgemeinschaften in diesem Bezirk, außerdem beantworten Fachleute in Filmbeiträgen Fragen von gesellschaftspolitischer Relevanz, die die Schüler/innen erarbeitet haben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Dezember 2017 zu sehen.
Näheres zum Ausstellungsbesuch hier.