die Fachtagung der Werkstatt

bis zum 27.10. sind bereits über 100 Anmeldungen eingegangen!

Unsere diesjährige Fachtagung
für Lehrende und Multiplikator*innen im Kinder- und Jugendbereich am

Religiös – säkular – neutral: Religion und Staat
Mittwoch, 15. November 2017, 09.00 – 17.00 Uhr

Die wachsende religiöse und kulturelle Vielfalt und gleichzeitige Zunahme von nicht-religiös Orientierten in unserer Gesellschaft erfordern sowohl vom Einzelnen wie auch der Gesamtgesellschaft und deren Rechtsordnung ein Austarieren von persönlichen Überzeugungen und gemeinsamen akzeptierten Regeln. Dabei kommt es zu Reibungen, die persönlich, gesellschaftlich und juristisch herausfordern und die das Verhältnis zwischen eigener religiöser/weltanschaulicher Haltung einerseits und Gleichbehandlung und Neutralität des Staates andererseits immer wieder in Frage stellen.

Am Beispiel Schule informiert die Tagung über den aktuellen Stand auf gesellschaftlichem, bildungspolitischem sowie verfassungsrechtlichem Gebiet und reflektiert Erfahrungen aus der Sicht Einzelner.
Verschiedene zukunftsweisende Lösungsansätze werden in den Workshops vorgestellt und hinterfragt.
Außerdem gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit vielen Mitgliedern der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen: Baha’i, Christen, Hindus, Humanisten, Muslime, Juden, Neuheiden und Sikhs.     Programm lesen

Die Veranstaltung ist von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin als Lehrerfortbildung anerkannt: Nr. 17.2-77004. Unter Nr. 171115-35.5-46512-170904.16 vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkannt als Ergänzungsangebot für Lehrkräfte des Landes Brandenburg.

Ort:  Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin
(U7, U8, Bus M29, M41, 171, 194, 344 Hermannplatz. Keine Parkplätze am Haus!)
Mittagessen zu moderaten Preisen ist nach Voranmeldung möglich.

Teilnahme kostenfrei; begrenzte Teilnehmerzahl, deshalb Anmeldung erforderlich:
paul.raether@werkstatt-der-kulturen.de / Fax 030 – 60 97 70-13

Mit freundlicher  Unterstützung der

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Muslime gegen den Terrorismus

MARSCH DER MUSLIME GEGEN DEN TERRORISMUS
9. –14. JULI 2017

Am Sonntag, 9.Juli. um 12.30 startet das muslimisch-jüdisch initiiertes europäisches Friedensprojekt in Berlin an der Gedächtniskirche, das fünf Tage darauf, am französischen Nationalfeiertag, dem 14.Juli, in Paris seinen Zielpunkt haben wird:
Die „Marche des Musulmans contre le terrorisme“ – den „Marsch der Muslime gegen den Terrorismus“.

Imame aus ganz Europa sowie Delegationen, die die Länder mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten repäsentieren, werden sich in Berlin auf dem Breitscheidplatz in Anwesenheit der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin Angela Merkel versammeln. Dort werden sie ein Gebet zur Erinnerung an die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 sprechen.

Die Mitglieder der Delegation werden danach in einem ihnen zur Verfügung gestellten Autobus eine Fahrt zu allen Städten machen, in denen Mörder im Namen des Islam blutige Anschläge verübt haben.
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Friedensmarsch im Ramadan

Unser WRW-Mitglied Fereshta Ludin  und andere engagierte Musliminnen und Muslime rufen zu einem Friedensmarsch am etzten Freitag des  Fastenmonats Ramadan auf.
In ihrem Aufruf heißt es: „Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die in Deutschland und außerhalb Opfer von jeglicher Form von Diskriminierung, Hass, Gewalt und Terror geworden sind.“

Termin: 23. Juni, 18.00 – 20.00 Uhr,
Die Route führt vom Gendarmenmarkt zum Pariser Platz, wo eine Mahnwache und ein Friedensgebet abgehalten werden.

Ähnliche Friedensveranstaltungen werden am selben Tag auch in Hamburg, Stuttgart und anderen Städten stattfinden.

Ausstellung in Neukölln

Die Sache mit der Religion – gestern wurde die Ausstellung im Museum Neukölln im Gutshof Britz eröffnet, sie ist als Gemeinschaftsprojekt des Museums mit 8 Neuköllner Schulklassen entstanden. Ziel des Projekts war es, „anlässlich des 500. Reformationsjubiläums den religiösen Alltag in Neukölln zu erforschen“. Dazu sagt der Flyer: „Fast die Hälfte der Menschen, die in Neukölln leben, gehört einer Religionsgemeinschaft an. Neben zahlreichen Kirchen und Gebetssälen christlicher Gemeinden gibt es in Neukölln auch 18 Moscheen, zwei Hindu-Tempel und ein buddhistisches Zentrum.“

Die Ausstellung zeigt Alltagsgegenstände aus den Weltreligionen, die in Neukölln gefunden wurden und Zeugnisse zur Geschichte der Glaubensgemeinschaften in diesem Bezirk, außerdem beantworten Fachleute in Filmbeiträgen Fragen von gesellschaftspolitischer Relevanz, die die Schüler/innen erarbeitet haben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Dezember 2017 zu sehen.
Näheres zum Ausstellungsbesuch hier.

Stellenausschreibung

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen und das Berliner Forum der Religionen verbinden ähnliche Ziele und gute Arbeitsbeziehungen. Daher möchten wir hier auf eine Stellenausschreibung des Forums hinweisen:

Das Berliner Forum der Religionen ist der Zusammenschluss von mehr als 100 Menschen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, spirituellen Bewegungen und interreligiösen Initiativen. Es versteht sich als Gesprächsplattform für den Dialog der Religionen untereinander und den Dialog der Religionen mit der Zivilgesellschaft.

Der Koordinierungskreis des Berliner Forums der Religionen sucht
zum 1. Juni 2017
eine Geschäftsführerin/einen Geschäftsführer
20 Wochenstunden / Tarif in Anlehnung an TVöD / vorerst befristet bis 31.12.2017
Bewerbung bis zum 20. Mai 2017          Die ganze Ausschreibung lesen.

Eins und Verschieden

Am 13. April wurde die Internationale Gartenausstellung in Berlin eröffnet, zu ihr gehört auch ein Pavillion der Kulturen, wo täglich mittags um 12.00 Uhr  von den vielen verschiedenen in Berlin vertretenen Religionen und spirituellen Traditionen Andachten ausgerichtet werden. Das Zentrum des Pavillions bildet ein Kunstwerk mit dem Titel „Eins und Verschieden“.

Die Andachts-Reihe ist unter dem Titel Dialog der Kulturen im Veranstaltungskalender der IGA zu finden.

Eröffnung Pavillion der Kulturen
feierliche Eröffnung des Pavillions der Kulturen durch Mitglieder des Berlioer Forums der Religionen, © Fereshta Ludin

 

 

Scorsese-Film Schweigen

Am 2. März 2017 soll es soweit sein: Martin Scorceses Herzensprojekt, an dem er bereits seit 2007 arbeitet, kommt dann auch in die deutschen Kinos, es ist „Schweigen“, die Filmadaption des Romans von Shusako Endo. In den USA ist der Film bereits sein Dezember 2016 zu sehen.

Der Film erzählt die Geschichte zweier portugisischer Jesuiten, die im Japan des 17. Jahrhunderts in die brutale Verfolgung der katholischen Minderheit geraten. Der Zuschauer sieht sich mit aktuellen, zeitlosen Fragen konfroniert: welche Ausdrucksformen seiner inneren Überzeugung bleiben dem einzelnen Gläubigen inmitten einer dezidiert intoleranten Gesellschaft und wie nimmt er das anscheinende Schweigen Gottes angesichts des Martyriums der Gläubigen auf?

Shusako Endo – die New York Times nennt ihn „den  japanischen Graham Greene“- schrieb seinen Roman ´Schweigen` 1966. Endo wurde mit den bedeutendsten Literaturpreisen Japans ausgezeichnet.