Stellenausschreibung

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen und das Berliner Forum der Religionen verbinden ähnliche Ziele und gute Arbeitsbeziehungen. Daher möchten wir hier auf eine Stellenausschreibung des Forums hinweisen:

Das Berliner Forum der Religionen ist der Zusammenschluss von mehr als 100 Menschen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, spirituellen Bewegungen und interreligiösen Initiativen. Es versteht sich als Gesprächsplattform für den Dialog der Religionen untereinander und den Dialog der Religionen mit der Zivilgesellschaft.

Der Koordinierungskreis des Berliner Forums der Religionen sucht
zum 1. Juni 2017
eine Geschäftsführerin/einen Geschäftsführer
20 Wochenstunden / Tarif in Anlehnung an TVöD / vorerst befristet bis 31.12.2017
Bewerbung bis zum 20. Mai 2017          Die ganze Ausschreibung lesen.

der IntrA-Newsletter

Alle Freunde des interreligiösen Dialogs möchten wir noch einmal auf den Newsletter der Interreligiösen Arbeitsstelle Intr°A aufmerksam machen!

Monat für Monat findet man hier eine Fülle von
Informationen und Hinweisen, die die unterschiedlichsten Aspekte des Interreligiösen zum Thema haben und die wohl an keinem anderen Ort so komprimiert und vielfältig präsentiert werden.

Im Dezember wird  beispielsweise als ´Buch des Monats` ein anspruchsvoller Sammelband mit Schriften europäischer und indischer Autoren zur christlich-hinduistischen Spiritualität vorgestellt:
Bettina Bäumer, Ulrich Winkler (Hg.):
Unterwegs zur Quelle des Seins. Die Relevanz des Lebens und Denkens von Henri Le Saux/Abhishiktananda für die hindu-christliche Bewegung,
2016. ISBN 978-3-7022-3455-3

 

unsere Methoden und Maximen

Bei unseren interreligiösen Dialogrunden arbeiten wir nach der Methode der Biografiearbeit. Was man darunter versteht, ist auf einer Seite der Universität Köln unter der Überschrift „Methodenpool“ kurz, klar und übersichtlich dargelegt.

Und hier die Grundsätze unserer Arbeit eher lebenspraktisch formuliert:

Unsere Maximen für den interreligiösen Dialog im Überblick

sich gegenseitig achten
sich gleichberechtigt gegenüberstehen
neugierig sein
sich gegenseitig kennen lernen
sich für das Leben anderer interessieren

in Ruhe zuhören
aufmerksam zuhören
offen sprechen
von sich selbst sprechen
frei sprechen
von eigenen Erfahrungen erzählen
fragen
nach Antworten suchen
weiterfragen

Werte und Normen anderer hören
unterschiedliche Wahrheiten erkennen
um gemeinsame Werte ringen

das Gemeinsame neu ausloten
Gemeinsamkeiten entdecken
gemeinsame Ziele  zusammen angehen


und das geht gar nicht:

schlecht über andere reden
anderen ins Wort fallen
andere Menschen lächerlich machen,
andere Menschen verachten, beleidigen, beschimpfen…
andere mithilfe von Zitaten aus Heiligen Schriften schmähen

andere Meinungen schlecht machen
Vorurteile verbreiten
sich über andere erheben
die eigene Wahrheit als einzig richtige hinstellen

 

 

WRW – ihre Geschichte

Das Projekt Werkstatt Religionen und Weltanschauungen hat seinen Ursprung in der Erfahrung einer evangelischen Religionslehrerin an Kreuzberger Schulen in den 1980/90er Jahren: die vorgesehenen Inhalte des Religionsunterrichts gingen stark an der Lebenswirklichkeit der Schüler_innen vorbei. Die ethnisch-religiöse Herkunft der Kinder unterschied sich deutlich von der früherer Schüler-Generationen, eine religiöse Bindung der wenigen Kinder aus alteingesessenen Familien war kaum noch erkennbar und die täglichen Erfahrungen aller im Kiez waren durch Sprachbarrieren, wenig Wissen über einander und auch durch neue Formen des nachbarschaftlichen Umgangs geprägt.

Die kulturell und religiös immer vielfältigere Landschaft in Berlin forderte dazu heraus, einerseits Materialien dazu für den schulischen Gebrauch zu finden und andererseits selbst mit Angehörigen unterschiedlichster Religionen und Weltanschauungen ins Gespräch zu kommen. Doch der ursprüngliche Plan, in eigenen Räumen eine reale Lernwerkstatt mit materieller und personeller Ausstattung zu realisieren, scheiterte an der Finanzierung. Stattdessen entwickelte sich aus dieser Ursprungsidee eine Dialogrunde von 15 – 25 Beteiligten, eingebunden in und unterstützt durch die Berliner Werkstatt der Kulturen.

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen trifft sich seit dem Jahr 2000 regelmäßig in der Werkstatt der Kulturen in Berlin-Neukölln. Die Werkstatt der Kulturen stellt Räumlichkeiten und personelle Ressourcen in begrenztem Umfang zur Verfügung, alles andere geschieht in ehrenamtlicher Arbeit. Für die Durchführung der Jahrestagung müssen zusätzlich Mittel akquiriert werden

Als das Projekt im Jahr  1999 gegründet wurde, stellte es eine Pionierleistung im interreligiösen Dialog mit Bezug auf Schule dar. Heute liegt seine Besonderheit weniger in der Zielgruppe „Schule“ als in der Diversität der Beteiligten. Das Spektrum reicht von  nicht-religiösen Weltanschauungen über große und kleine Religionsgemeinschaften bis zu neuen religiösen Bewegungen. Diese Mischung trägt der Vielzahl der in Berlin gelebten und praktizierten Überzeugungen  Rechnung. Das Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bildet die Voraussetzung und ist die gemeinsame Plattform für die Mitarbeit in diesem Projekt.

Die Methode des biografischen Gesprächs hat sich für die Arbeit in diesem Personenkreis bewährt. Der kontinuierliche persönliche Austausch schafft eine Grundlage des Vertrauens und der Wertschätzung unter den Beteiligten, die es zum einen ermöglicht auch „heikle“, Konflikt belastete Fragen anzusprechen und die Orientierung am Biografischen verhindert das  Reden „zum Fenster hinaus“ mit der Wiedergabe der bekannten Statements einzelner Gemeinschaften.

Durch ihr kontinuierliches Engagement und die abwechslungsreiche Themenstellung hat sich die jährliche Tagung des Projekts Werkstatt Religionen und Weltanschauungen einen festen Platz im Terminkalender vieler Pädagog_innen in Berlin und Brandenburg erworben. Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung in beiden Bundesländern sowie die jährliche Teilnehmerzahl von 90 – 150 Personen sind Belege für die Akzeptanz der Arbeit des Projekts.

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