Links Unterricht

Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen konnte mithilfe von Fördergeldern mehrere Broschüren und eine Wanderausstellung für die schulische und außerschulische Bildung publizieren.

Im Folgenden weisen unsere Mitglieder auf diverse Seiten hin, die nach ihrer Erfahrung für den Unterricht von Nutzen sind:

http://www.remid.de/lernwerkstatt/projekt.html
REMID, der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e.V. stellt im Rahmen seines Projekts Lernwerkstatt Weltreligionen verschiedene Materialien für die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen bereit, darunter auch die „Schatzkiste der Religionen“. Die Materialien unterstützen Kreativität und Phantasie als wichtige Komponenten pädagogischer Arbeit.

http://www.religionen-entdecken.de
Diese Seite zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl jugendliche als auch erwachsene Expertinnen und Expereten an ihr mitwirken, genutzt wird sie von Jugendlichen ebenso von Lehrerinnen und Lehrern.

https://www.rpp-katholisch.de/
Das Religionspädagogische Portal der Katholischen Kirche in Deutschland bietet neben eingen allgemein zugänglichen Informationen auch Unterrichtsmaterialien, diese allerdings nur nach Anmeldung auf der Seite.

http://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage   bietet mehrere Themenhefte an, die sich mit  Religion und Geschlechterrolle, Religion und sexueller Orientierung sowie dem Spannungsfeld von Diskriminierung anderer, eigener Verfolgungserfahrung und Positionen des friedlichen Ausgleichs.

www.rpi-virtuell-de
rpi-virtuell ist ein umfangreiches, kostenloses religionspädagogisches  Angebot des C0menius-Instituts Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V. in Münster. Es bietet u. a. einen Materialpool für ReligionspädagogInnen, aktuelle Informationen und die offene oder geschlossene Zusammenarbeit in Gruppen.

www.reli-power.de
Die Seite Reli-Power ist nach eigener Darstellung „in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens beheimatet und produziert Unterrichtsmaterial, das überkonfessionell im gesamten deutschsprachigen  Bereich einsetzbar ist.“
Das Material ist vielseitig und multimedial. Beachtung verdient außerdem die Liste der ´Top 10 Material-Links`, eine Hitliste kommentierter Links zu  weiterem digitalen, praxistauglichen Unterrichtsmaterial für Sekundarstufe II.
http://www.reli-power.de/10-links-fuer-reli-unterrichtsmaterial/   

Das Amt für Kirchliche Dienste der Evangelischen Kirche
stellt ihr Projekt „Woran glaubst du?“ vor:
https://akd-ekbo.de/schulkooperative-arbeit/

Die von Cansteinsche Bibelanstalt e.V.  „unterhält das Bibelkabinett der Evangelischen Kirche, das sowohl eine interaktive Bibelausstellung, als auch Ort der  Begegnung mit biblischen Texten ist. Das Bibelkabinett ist offen für Gruppen jeglicher Art“, so ist auf der Website zu lesen. www.bibelkabinett.de    Einen Besuch vor Ort im Tagungshaus des Amts für Kirchliche Dienste (Berlin) kann hier angemeldet werden: http://canstein-berlin.de/besuch/informationen-zum-besuch/

Kirchenpädagogik in Berlin – aber auch in Stadt und Land Brandenburg – hat ein großes und spannendes Feld zu entdecken. Die Berliner Evangelische Kirche bietet Führungen für Klassen und Schülergruppen:
https://www.ekbo.de/kirchenpaedagogik

Wünschenswert wäre für die Berliner und Brandenburger multireligiöse und nicht-religiöse Schullandschaft sicherlich auch eine Pädagogik religiöser/spiritueller Lernorte mit qualifiziertem Personal für Führungen und Projekte, die zu respektvollem Wahrnehmen und Miteinander der vielfältigen Glaubens- und Weltanschauungsweisen heutzutage beiträgt.
Aus dem Kirchenkreis Berlin-Mitte gibt es den Hinweis auf Stadttouren, die diesen breiteren Blickwinkel beinhalten:
www.crossroads-berlin.com

Viele Anregungen für die interreligiöse Arbeit im schulischen Bereich kann man sich in Hamburg abschauen:
http://li.hamburg.de/religioese-lernorte-hamburg/
http://li.hamburg.de/lehrende/

https://buddhismus-unterricht.org/
Unterrichtsmaterialien vorgestellt von der Deutschen Buddhistischen Union

http://www.buddhismus-schule.de/
Diese Seite wird von einer kleineren Untergruppe innerhalb des buddhistischen Spektrums betrrieben. Sie ist ein Projekt der  Diamantweg-Stiftung und wurde von ehrenamtlichen Mitarbeitern erstellt. Sie bietet „Wissen und Praxislösungen für Sekundarstufe I und II“ und stellt „ein Angebot für Lehrer und Schüler  für den Religions-, Ethik- und Philosophieunterricht“ dar.

Humanistische Lebenskunde: https://humanistisch.de/lebenskunde-bb
von Grundschule bis Sek.II geeignet:
‚Das Evo-Kids Projekt zum Thema Evolution https://evokids.de/
Ethik und Unterricht: https://www.friedrich-verlag.de/sekundarstufe/religion-und-ethik/religion-und-ethik/ethik-unterricht/

Aus muslimischer Perspektive sind die folgenden Bücher besonders empfehlenswert.
Die Bismillah-Arbeitshefte sind für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren geeignet, bitte auf die angegebene Jahrgangsstufe achten!
http://www.buecher.de/ni/search_search/quick_search/q/cXVlcnk9QXJiZWl0c2hlZnRlK0Jpc21pbGxhaCZyZXN1bHRzPTE1/receiver_object/shop_search_quicksearch/
Außerdem:
http://www.islamische-theologie.uni-osnabrueck.de/forschung/publikationen/lehrmaterialien_fuer_den_islamunterricht.html
Die folgende Seite bietet den Erfahrungsschatz aus 25 Jahren Grundschularbeit:
http://irmgardzingelmann.de/

Lamya Kaddor, Rabeya Müller:
Der ISLAM – Für Kinder und Erwachsene

Bereichernd für den Unterricht können die imensen Schätze in Museen weltweit sein. Ein Beispiel hierfür ist die Seite
Discover Islamic Art .

Prof. Dr. Wolfram Weiße, Direktor der Akademie der Weltreligionen, sagt:„Im produktiven Umgang mit religiöser Differenz liegt eine zentrale Lernanforderung für die Pluralismusfähigkeit von Schülerinnen und Schülern und unserer Gesellschaft.“
Die Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg stellt Materialien für interreligiös-dialogisches Lermen zur Verfügung.

Theo-Web, Zeitschrift für Religionspädagogik bietet mit der Reihe „Interreligiös-dialogisches Lernen“ umfangreiche Unterrichtsmaterialien, die dem dialogischen Ansatz folgen, z. B. Jahrgang 2012 „Christliche und islamische Religionspädagogik im Dialog“
www.theo-web.de/zeitschrift/ausgabe-2012-02/

 

so sprechen andere über uns

Peter Amsler,
Bahá’í-Gemeinden Berlin (2016)

Die Welt ist voller Unterschiede. Es wird keine zwei Menschen geben, die sich einander innerlich und äußerlich vollkommen gleichen. Angstfrei anders sein können, wie der Philosoph Odo Marquard (1928-2015) einmal formulierte, ist für Gesellschaften die Aufgabe der Stunde für Zusammenarbeit und Entwicklung.
Stattdessen ist es neuerdings wieder populär geworden, der menschlichen Vielfalt ihre schöpferische Kraft zu rauben, indem religiöse oder kulturelle Zugehörigkeiten über das Maß hinaus Bedeutung erhalten.
Umso wichtiger ist der biographische Ansatz, den die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen seit Jahren in ihren Dialogveranstaltungen nutzt. Hier werden einerseits die unterschiedlichen Bekenntnisse deutlich und auch apologetisch geschärft. Das Ich steht für sich und geht nicht im Du auf. Andererseits werden Entwicklungswege sichtbar, die sich in ihrem erlebnishaften Gehalt gleichen. Spirituelle Transzendenzerfahrungen und Momente der Entscheidungen, den eigenen Glauben zum Wohl der Menschheit im eigenen Leben handlungsleitend werden zu lassen, finden sich in allen geschilderten Lebenswegen. Das Ich findet sich im Du, das Du im Ich.
Gewiß: die Welt ist voller Unterschiede. In der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen läßt sich erfahren, dass die Welt auch voller Gemeinsamkeiten sein kann.“

Volker Beck,
MdB, religionspolitischer Sprecher, Bündnis 90/Die Grünen  (2017)

„Religion ist in unserer säkularen Welt vielleicht die größte Herausforderung für unsere offene Gesellschaft. Religionsfreiheit ist immer die Freiheit der Andersgläubigen, der Religio​ns​freien und der religiösen Minderheiten. Je nach Blickwinkel ist sie immer auch ein
biss​chen Narrenfreiheit, die ihre Grenze allein in den Rechten anderer findet.
Die verfassungsrechtlich postulierte Gleichheit der  Verschiedenen braucht ein gesellschaftliches Fundament: Akzeptanz und Respekt. Akzeptanz und Respekt brauchen Kenntnis, Erkenntnis des Anderen. Nur wenn wir beim Anderen seine Verschiedenheit, seine Überzeugungen, Rituale und Gebräuche, sein Heiliges, kennen, können wir mit ihm achtsam umgehen.

Der interreligiöse Dialog kann dafür eine Grundlage liefern, Fremdheit zu überwinden, Verständnis zu wecken und vielleicht durch das Erfahren neuer Blickwinkel die eigene Weisheit zu bereichern.“

Dr. Andreas Goetze,
Landespfarrer für den interreligiösen Dialog in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)  (2017)

„Wer religiöse Vielfalt erleben will, muss heute nicht mehr weit reisen. Berlin ist die Stadt mit den meisten Religionsgemeinschaften in ganz Europa. Vielfalt und Pluralität zeichnen die Stadt aus, bergen aber auch Konflikte. Es ist wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben, Räume der Begegnung und zur Verständigung zu eröffnen. Dazu bietet die Werkstatt  Religionen und Weltanschauungen mit ihrem biographischen Ansatz einzigartige Möglichkeiten. Ich bin davon überzeugt: Wenn ich eine andere Religion verstehen möchte, muss ich sie durch die Augen derer sehen, die nach ihr leben. Ein solch empathischer, dem anderen Bzugewandter Dialog kann uns helfen, über den vertrauensvollen bBAustausch gemeinsame Interessen zu finden und Initiativen zu entwickeln, die Integration fördern und sich für gesellschaftliche Teilhabe unabhängig von Herkunft und Glauben einsetzen. Denn wenn wir nicht dazu kommen, uns gegenüber allen Religionen wertschätzend und respektvoll zu äußern, haben wir aus der Geschichte nichts gelernt.“

Michael Hammerbacher,
M.A., Vorstand DEVI e.V. – Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung (2017)

„Der DEVI e.V. mit seinem Projekt „Hör mir zu!“ wendet sich in erster Linie an Lehrer/innen und Schüler/innen in der  beruflichen Bildung, Ihre Arbeit als Werkstatt Religionen und Weltanschauungen wendet sich vor allem an Pädagog/inn/en der allgemeinbildenden Schulen. Beiden Projekten ist gemeinsam, dass sie für Demokratie und Vielfalt eintreten und sich gegen Islamfeindlichkeit und andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit richten. In diesem Sinne wünsche ich Ihrer und unserer Arbeit viel positive Resonanz.“

Dr. Reinhard Kirste,
Koordinator der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) (2016):

„Seit 1993 präsentiert die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen  als Kulturen übergreifende Initiative die verschiedensten Begegnungsmöglichkeiten. Kunst und Gespräch bilden hierbei einen besonderen Schwerpunkt mit intensiven Workshops und attraktiven „Events“. Aus diesem Grunde hat die Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A) bereits 2003 ihren Projektpreis für Komplementarität der Religionen an diese Einrichtung vergeben.
Die Werkstatt hat sich kontinuierlich auch durch viele ehrenamtlich Engagierte weiter entwickelt und umfasst inzwischen viele Facetten des praktischen interreligiösen Dialogs.
Darum eine herzliche Gratulation und viele gute Wünsche für weitere engagierte Möglichkeiten, damit durch die friedliche Begegnung der Religionen auch der Frieden in der Stadt gestärkt werden kann.“

Thomas Krüger,
Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
sagte in seinem Grußwort anlässlich unserer Tagung „Religion und digitale Medienwelt“ am 14.11.2012:

„Die  Anerkennung religiöser Vielfalt und die Behandlung religiöser Fragen in der politischen Bildungsarbeit und in allen medialen Bereichen ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Integrationsbereitschaft der Mehrheitsgesellschaft, denn wenn wir in unserer Arbeit die kulturelle und religiöse Vielfalt bewusst behandeln, eröffnen wir Möglichkeiten, Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Arbeit einzubeziehen.  In diesem Sinne grüße ich Sie und wünsche Ihnen gutes Gelingen für Ihre Arbeit im schulischen Alltag!“

Hamideh Mohagheghi,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Koranwissenschaften, Seminar für Islamische Theologie an der Universität Paderborn und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes (2017):

„Begegnung, gemeinsames Lernen, Feiern und kulturelle Feste sind in einer Gesellschaft mit vielfältigen Kulturen und Religionen wirksame Aktivitäten für die Verständigung, Annäherung und ein friedliches Miteinander. Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen engagiert sich unermüdlich seit Jahren hierfür und setzt Zeichen, die Vielfalt als Chance und Bereicherung zu verstehen.
Ich wünsche der Werkstatt und allen Weggefährten weiterhin einfallsreiche Ideen, Ausdauer und gutes Gelingen.“

Gudrun Pannier,
Vorsitzende der Pagan Federation International Deutschland e.V., Dipl.- Theologin (2016):

„Pagane / heidnische Religionen und Religionsgemeinschaften werden in den letzten Jahren weltweit immer größer und sichtbarer. Sie haben in zahlreichen Ländern – abhängig von deren rechtlichen Regelungen – den Status einer Anerkennung erreicht. In den skandinavischen Ländern, in Großbritannien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, den USA und weiteren. Tempel werden wiedererrichtet bzw. der Zugang zu noch bestehenden Orten durchgesetzt, staatlich anerkannte Trauungen geschlossen, Seelsorge in Krankenhäusern und Militär wahrgenommen. Vertreter*innen paganer Gemeinschaften sind Teil des interreligiösen Dialoges und nehmen am Weltparlament der Religionen ebenso teil wie an der United Religions Initiative (URI).
In Deutschland ist es für viele bestehende Religionsgemeinschaften neu, uns Paganen /Heiden zu begegnen, uns in interreligiöse Arbeit, Dialoge und Veranstaltungen einzubeziehen und einzuladen. Noch immer gibt es zahlreiche Vorurteile und Aufklärung über Inhalte, Praxis und Geschichte sind notwendig. Hierzu leistet die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen mit ihren Veranstaltungen einen wertvollen Beitrag.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.“

Dr. Thomas M. Schimmel,
Geschäftsführer der franziskanischen Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V. (2017):

„Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten rapide verändert. Sie ist multikulturell und multireligiös geworden. Die Nachbarn heißen schon lange nicht mehr nur Müller oder Schulze sondern auch Nesiric oder Özdemir. Der Gemüsehändler verkauft neben Kartoffeln auch Oliven und Auberginen und in den Stadtbildern tauchen neben Kirchtürmen Kuppeln von Moscheen, Synagogen und Tempeln auf. Diese Veränderung wird von den meisten Menschen in Berlin als Bereicherung empfunden. Es gibt aber auch Menschen, für die diese Vielfalt eine Bedrohung darstellt. In der Tat ist die Frage, wie man in der multireligiösen und multireligiösen Gesellschaft zusammenlebt eine der dringenden Fragen unserer Zeit. Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen sucht im offenen und gleichberechtigten Dialog Antworten. Eine hat sie schon durch ihre Arbeitsweise gefunden: Frieden und Solidarität sind für sie keine Themen des theoretisch-akademischen Diskurses sondern Ergebnis von Begegnung, Freundschaft und Neugier auf den anderen.
Ich wünsche der Werkstatt auch weiterhin den langen Atem, mit ihrer Arbeit Ängsten und Vorurteilen entgegenzuwirken und so für die Akzeptanz der pluralen Gesellschaft zu arbeiten.“

Jaap Schilt,
Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung Humanistische Lebenskunde beim Humanistischen Verband  Berlin-Brandenburg (2017):

„Die Zusammenarbeit der Religionen mit säkularen Weltanschauungen, die schon im Namen der WRW zum Ausdruck kommt, war von ihrer Gründung an ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in der WRW und bis in jüngste Zeit ein Alleinstellungsmerkmal unter den Initiativen des interreligiösen Dialogs. Den Prozess des persönlichen Austauschs  auf der Grundlage unserer Biographien und die gemeinsame Ausrichtung von Tagungen haben die Beteiligten vom Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg immer wieder als Bereicherung erfahren. Möge das Beispiel der WRW Schule machen!“

Prof. Dr. Henning Schluß,
Professor für empirische Bildungsforschung und Bildungstheorie an der Universität Wien und u.a. Mitglied des Fachbeirats zur Erarbeitung einer Bildungskonzeption der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) (2016):

„Lange Zeit hatte man in Ost und West geglaubt, dass das ‚Verschwinden der Religion‘ ein Signum der Moderne sei. Tatsächlich ist auch bei vielen Menschen der persönliche Bezug zu dem Glauben der Großeltern verschwunden. Gleichzeitig sind Menschen auf der Suche und stoßen auf Antworten aus den Religionen. Anderen ist die Religion der Eltern und Großeltern ein Halt in einer fremden Umwelt. Wieder andere können sich gar nicht vorstellen, wie man die Wahrheit des eigenen Glaubens nicht teilen kann. Und andere halten es mit der Religion noch anders. Religion ist zu einer aktuellen Frage geworden, gerade in einer multikulturellen Stadt wie Berlin.
Ich wünsche der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen, dass sie auch weiterhin ein Raum für Begegnungen ist, in der sich Menschen wahrnehmen, aber das Menschsein auch nicht auf die religiösen Unterschiede reduziert wird.“

Michael Seek,
Medienbeauftragter der Christlichen Wissenschaft, Berlin (2017)

Gerade in Zeiten, in denen die Gesellschaft in Gefahr ist, auseinander zu driften und in denen von explosiven, zerstörerischen Fliehkräften die Rede ist, ist der Dialog zwischen den Religionen unerlässlich. Daher ist die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen so wichtig und entspricht den Anliegen unseres Glaubens. Die Christliche Wissenschaft, seit Ende des Zweiten Weltkriegs in einigen Bundesländern Körperschaft des öffentlichen Rechts, setzt sich immer für den Dialog zwischen den Religionen und den Ausgleich zwischen einzelnen Menschen ein. Unsere Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen in Berlin ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. Und die Begründerin unserer Wissenschaft, Mary Baker Eddy, hat diese ausgestreckte Hand vor fast 120 Jahren in der Aufgabenstellung der von ihr gegründeten Tageszeitung, Christian Science Monitor, formuliert: „Keinem Menschen zu schaden, sondern die ganze Menschheit zu segnen.“ In diesem Sinne treten wir allen an diesem Dialog beteiligten Menschen herzlich und vorurteilsfrei gegenüber. Das gegenseitige Kennenlernen und Wertschätzen ist Grundlage für ein durch Gemeinsamkeit geprägtes Handeln. Die Werkstatt kann da von Berlin aus ein ermutigendes Signal für Versöhnung und Nächstenliebe aussenden. Für Ihre wichtige Aufgabe und die weiteren Erfolge wünschen wir Ihnen Gottes Segen.

Juanita Villamor-Meyer,
Geschäftsführerin Berliner Forums der Religionen – Freundinnen und Freunde des Berliner Forums der Religionen e.V. (2016)

„Als eines der größten Zugehörigkeit stiftenden Merkmale in der Gesellschaft, stellt Religion ein unermessliches Potential für das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker dar. Die Gründermütter und -väter der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen  haben das erkannt und mit der Gründung dieser Initiative einen großen Beitrag für das gute Zusammenleben der Religionen und ihrer Anhänger geleistet. In dem sich die Gläubigen unterschiedlichster Religionen in der Werkstatt zusammenfinden um einander wahrhaftig zu begegnen und voneinander zu lernen, wird eine andere – eine positive Art des Miteinanders der Religionen angestoßen und gelebt. Die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen ist daher ein unentbehrlicher Gestalter des Dialogs der Religionen der Stadt.“

Gerry Woop,
Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, zur Jahrestagung der WRW, 15. 11. 2017

… „Wir wünschen uns eine starke Zivilgesellschaft, zu der selbstverständlich auch Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gehören. … Hier bin ich bei meiner Erwartung an Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und an religionsübergreifende Initiativen, wie die Werkstatt Religionen und Weltanschauungen.

Ich wünsche mir von ihnen Impulse für das friedliche Zusammenleben, für den Dialog, für das Gespräch über Werte, die es zu schützen gilt und dafür, Wege zu Kompromissen aufzuzeigen.“

darf ich zeigen, wer ich bin?

Bei unserer Jahrestagung 2015 stieß die Lesung von Fereshta Ludin auf sehr große Resonanz.  Wir freuen uns daher, das Thema in Zusammenarbeit mit der Werkstatt der Kulturen noch einmal aufgreifen zu können:

Mittwoch, 1. Juni 2016, 19.30 Uhr
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Lesung und Gespräch mit Fereshta Ludin, Autorin von „Die Enthüllung der Fereshta Ludin. Die mit dem Kopftuch

Fereshta Ludin.JPG
Foto Daniel Gerlach — Deutscher Levante Verlag, CC0

Das Buch von Fereshta Ludin beschreibt als eines von vielen Beispielen, wie und wo Zivilgesellschaft und Religion ihr Verhältnis neu ausrichten. Hier ist das Kopftuch der Musliminnen der Ausgangspunkt für vielerlei ganz persönliche Erfahrungen und für weiterführende Gedanken. Mit der Lesung und dem anschließenden Gespräch werden Überlegungen, Befürchtungen und Vorschläge formuliert – unter den Podiumsteilnehmer*innen und im Austausch mit dem Publikum.

Fereshta Ludin ist Tochter eines afghanischen Diplomaten, lebte als Schülerin in Saudi-Arabien, ist Mutter einer muslimischen Patchwork-Familie und Weltbürgerin – eine bekennende Muslima, die Deutschland mit gestalten und keine Zuschauerin sein will.

____________________________________________


 

Links interreligiös

Diese Linksammlung stellt nur eine kleine Auswahl aus der Vielzahl der relevanten Webadressen dar, sie möchte zur schnelleren Orientierung beitragen.

http://1219.eu/ 
Franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V.
Zu dem ungewöhnlichen Namen erläutert die Initiative: er „geht zurück auf das Jahr 1219, in dem Franziskus den ägyptischen Sultan getroffen hat. Im Dialog hat er versucht, den 5. Kreuzzug friedlich zu beenden.“ Die Initiative hat ihren Sitz in Berlin, sie bietet religionskundliche Seminare an, veröffentlicht Texte zu den Religionen und arbeitet in religionsübergreifenden Gremien wie der Langen Nacht der Religionen maßgeblich mit.

http://www.berliner-forum-religionen.de/
Zum Berliner Forum der Religionen sagt Annette Kreutziger-Herr, Mitglied des Forums und Mitglied der WRW:
Ziel des Berliner Forums der Religionen ist die Sichtbarmachung von Religion, die Stärkung der Zusammenarbeit untereinander und die Unterstützung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Berlin. Wir tun dies auf dem Boden des Grundgesetzes und der Berliner Verfassung und leisten einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in der Stadt. Wir wollen das wechselseitige Verständnis im Respekt vor der Überzeugung des jeweils Anderen in Dialog und Projektarbeit fördern und gemeinsam dazu beitragen, dass Religionen als eine wichtige Ressource der Zivilgesellschaft auch in der Öffentlichkeit an Profil gewinnen.

http://www.bpb.de/suche/?suchwort=Weltanschauung&suchen=Suchen
Die Bundeszentrale für politische Bildung ist auch für Materialien, die auf die Beziehung zwischen Gesellschaft  und Politik auf der einen Seite und Religionen und Weltanschauungen  auf der anderen eingehen, eine gute Adresse.
Die Suchfunktion der bpb ergab 250 Treffer sowohl für den Begriff Religion als auch für Weltanschauungen, für beide zusammen gibt´s 223 Treffer!

Diversity: http://www.mmg.mpg.de/departments/religious-diversity/
Das Max Planck Institute for the Study of Religious and Ethnic Diversity mit Sitz in Göttingen ist eines der führenden multi-disziplinären  Zentren zur Erforschung der vielfältigen Erscheinungsformen von diversity in der heutigen globalisierten Welt. Eines der 3 departments des Instituts ist dem Thema religious diversity vorbehalten.

http://www.fes-forumberlin.de/content/religion_politik.php
Das Forum Politik und Religion der Friedrich Ebert Stiftung hat kürzlich eine ganze Reihe von Arbeitspapieren vorgelegt.

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/
Die Giordano-Bruno-Stiftung Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung; hier kann man  im „Glaubensbekenntnis“ lesen, dass Humanisten „darauf vertrauen, dass die Menschheit lebensfreundlichere, freiere und gerechtere Verhältnisse herstellen kann, als wir sie heute vorfinden“. Es geht auf dieser Seite u.a. um Menschenrechtsfragen und die Beschreibung humanistischer Überzeugungen.

Handbuch der Religionen von Michael Klöcker und Udo Tworuschka (Hg):
https://bildung.mgo-fachverlage.de/religionswissenschaft/handbuch-der-religionen.html
Auf dieses besondere Buch sei an dieser Stelle hingewiesen. Bei Wikipedia heißt es dazu: es ist ein Nachschlagewerk, das „fundiertes Wissen über das gesamte Themenspektrum der Religionen vermitteln“ will, räumlich auf die deutschsprachigen Länder bzw. Landesteile konzentriert. Es erscheint in Loseblattform und online.

https://de.wikipedia.org/wiki/Interreligi%C3%B6ser_Dialog
Der Wikipedia-Artikel „Interreligiöser Dialog“ gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung desselben in den deutschsprachigen Ländern, er enthält viele Literaturangaben und Links und er skizziert die Haltung der einzelnen großen Religionen zum interreligiösen Dialog.

web-intra.blogspot.de
Interreligiöse Arbeitsstelle – (INTR°A) e.V.
Verein zur Förderung interreligiöser Begegnungen und zum Verstehen anderer religiöser Traditionen.
Ruthild Hockenjos, Gründerin der WRW, sagt dazu:
Eine Fundgrube, auf der ich mindestens ein Mal im Monat nachsehe, was es Neues gibt. Die hervorragend informierenden Buchbesprechungen, die news aus den Religionen, die rpi-vituell-Seite mit den vielen aktuellen Tipps zu Lernangeboten, Medien etc.!

http://www.nachtderreligionen.de
Wer sich in der lebendigen und äußerst vielfältigen religiösen Szene Berlins umsehen möchte, sollte auf die Seite der Langen Nacht der Religionen gehen.  Dort findet man alle Gemeinschaften, die bei der vorigen Langen Nacht dabei waren und Informationen über den Stand der  Vorbereitung der Langen Nacht des kommenden Jahres.

http://www.parliamentofreligions.org/
The Parliament of the World´s Religions  –  Das Parlament der Religionen der Welt; leider wird der Name im Deutschen meist fälschlich mit „Parlament der Weltreligionen“ wiedergegeben, was die Partizipation der vielen kleineren Gemeinschaften negiert. Das Parlament trat 1893 anlässlich der Weltausstellung in Chicago erstmals zusammen und erstmals sprachen dort die Vertreter westlicher und östlicher Religionen  „auf Augenhöhe“ mit einander. – Gegenwärtig trifft sich das Parlament alle paar Jahre an wechselnden Orten auf allen Kontinenten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Religion
Man mag zu Wikipedia als Informationsquelle stehen wie man will; das Portal „Religionen“ bietet einen kursorischen Überblick über ein ungeheuer breites Thema, die vielen weiterführenden Links erleichtern die eigene vertiefende Recherche. Religionsübergreifende und religionsphilosophische Artikel ergänzen die Informationen zu den einzelnen Religionen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Religionen_und_Weltanschauungen
Wer bei Wikipedia einen Überblick zum Thema Weltanschauungen sucht, gehe zur ´Liste von Religionen und Weltanschauungen`: die Religionen nehmen zwar einen großen Teil des Platzes ein, doch wer den Punkt 5 ´Weltanschauungen` öffnet, findet viel Material.

http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2010/12_2010/studie_wahrnehmung_und_akzeptanz_religioeser_vielfalt.pdf
Der Excellenzcluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat im Sommer 2010 eine der bislang größten Umfragen zu religiöser Vielfalt durchgeführt.
Die repräsentative Studie unter Leitung des Religionssoziologen  Prof. Dr. Detlef Pollack wurde in 5 europäischen Ländern erhoben, sie vergleicht die Akzeptanz der 5 großen Religionen in den jeweiligen Ländern.

http://remid.de/
Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V.
Ein Zusammenschluss vor allem von Religionswissenschaftlern, sie erarbeiten statistisches Material zur aktuellen Lage der Religionen in Deutschland, machen Angebote zum Thema Religion für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit, führen ein umfangreiches Archiv in Marburg und veröffentlichen in ihrem Blog interessante Beiträge aus religionswissenschaftlicher Perspektive.

www.ritmanlibrary.com
The Ritman Library – Bibliotheca Philosophica Hermetica – House of Living Books
WRW-Mitglied Gisela Kranz: Die Ritman Library in Amsterdam hütet (und digitalisiert) in einzigartiger Weise die Werke der hermetischen Philosophie, der Gnosis, Alchemie, der Rosenkreuzer und vieles, vieles mehr. Kurz gesagt, es geht um die Werke jener bedeutenden esoterischen und mystischen Unterströmung der westlichen spirituellen Geistigkeit, die teils ihren Platz innerhalb der  Lehren der Kirche hatte, teils von ihr über Jahrhunderte unterdrückt wurde und zu einem großen Teil aus der jüdischen Tradition stammt.

http://www.sacred-texts.com/
Diese Sammlung Heiliger Texte stellt eine wahre Fundgrube dar, wenn es um die Vielzahl und Vielfalt der Schriften geht, die gegenwärtig oder im Laufe der Menschheitsgeschichte als heilig angesehen wurden.

http://www.weltethos.org/
Stiftung Weltethos für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung und Begegnung
Die Stiftung wurde unter Federführung von Hans Küng ins Leben gerufen, nachdem rund 200 Vertreter großer und kleinerer Religionen im Parlament der Religionen der Welt 1993 die „Erklärung zum Weltethos“verabschiedet hatten. Die Erklärung formuliert den Konsens über die ethischen Normen und Werte, die sich in den religiösen, geistigen und kulturellen Traditionen der Welt spiegeln.

www.zif-koeln.de 
Allen, die Perspektivwechsel schätzen, die vorgefasste Meinungen in Frage stellen wollen und die das vorurteilsfreie Gespräch mit und über den Islam suchen, sei die Seite des Zentrums für Islamische Frauenforschung & -förderung  mit Sitz in Köln empfohlen.