Scorsese-Film Schweigen

Am 2. März 2017 soll es soweit sein: Martin Scorceses Herzensprojekt, an dem er bereits seit 2007 arbeitet, kommt dann auch in die deutschen Kinos, es ist „Schweigen“, die Filmadaption des Romans von Shusako Endo. In den USA ist der Film bereits sein Dezember 2016 zu sehen.

Der Film erzählt die Geschichte zweier portugisischer Jesuiten, die im Japan des 17. Jahrhunderts in die brutale Verfolgung der katholischen Minderheit geraten. Der Zuschauer sieht sich mit aktuellen, zeitlosen Fragen konfroniert: welche Ausdrucksformen seiner inneren Überzeugung bleiben dem einzelnen Gläubigen inmitten einer dezidiert intoleranten Gesellschaft und wie nimmt er das anscheinende Schweigen Gottes angesichts des Martyriums der Gläubigen auf?

Shusako Endo – die New York Times nennt ihn „den  japanischen Graham Greene“- schrieb seinen Roman ´Schweigen` 1966. Endo wurde mit den bedeutendsten Literaturpreisen Japans ausgezeichnet.

katholische Christen

Zwei katholische Christinnen, Klaudia Höfig und Ayako Hori-Merdon,  gehören zur Werkstatt:

Klaudia Höfig: Dipl. Religionspädagogin. Sie ist Katholikin und leitet zur Zeit das Internationale Pastorale Zentrum des Erzbistums Berlin. Sie engagiert sich in lokalen Netzwerken, dabei ist der interreligiöse Dialog ein wichtiges Element der gemeinsamen Arbeit für Menschen in Berlin.

Klaudia Höfig stellt das Internationale Pastorale Zentrum vor;
Logo Internationales Pastorales Zentrumes ist ein Standort des Erzbistums Berlin in Neukölln. Ein Ort seinen Glauben mit Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde zu teilen und den christlichen Glauben näher kennenzulernen.

Ayako Hori-Merdon:  Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit dem interreligiösen Dialog in Berlin. Sie ist katholisch und kommt aus Japan.

Sie sagt zur Situation der Katholiken in ihrer japanischen Heimat:
Die Zahl der Katholiken in Japan beträgt nach Angaben der japanischen Bischofskonferenz (2014) 443,646. Das ist ca. 0.35% der Gesamtbevölkerung. Die Geschichte der katholischen Kirche in Japan begann im Jahr 1549 als der Baske Francis Xavier in Kagoshima landete. Nach einer kurzen Blütezeit erfuhren die Katholiken eine harte, Jahrhunderte lange Verfolgung und gingen in den Untergrund. Erst nach dem Ende der Isolationspolitik  Mitte des 19. Jahrhunderts kamen wieder Missionare nach Japan und trafen auch die Untergrundkatholiken.
Mehr dazu auf der englischsprachigen Seite:
http://www.cbcj.catholic.jp/eng/index.htm

Zur allgemeinen Information über die Katholische Kirche sagen beide:  www.erzbistumberlin.de
gibt einen ersten Eindruck vom Erzbistum Berlin; das ist die Katholische Kirche in Berlin, Brandenburg und Vorpommern. Herzliche Einladung unsere Kirchengemeinden und andere Orte des kirchlichen Lebens kennenzulernen!