Gemeinschaft der Baha`í

Gisela Klein ist als Mitglied der Baha´í   in der Werkstatt. Und so erlebt sie die Bahá’í-Gemeinde:“Bahá’u’lláhs zentrale Botschaft ist die EINHEIT DER MENSCHHEIT und zielt auf Wohlergehen, Frieden und Sicherheit für alle Menschen. Seine Lehren und Seine Weltordnung bestimmen Art und Weise der (Zusammen)arbeit und Beziehungen in der Gemeinde und nach außen: Beratung, Unparteilichkeit (u. a. keine Mitgliedschaft in Parteien), Gleichberechtigung, Vorrang von Erziehung und Bildung, um nur einige zu nennen.

Das (Er)leben in der Bahá’í-Gemeinde basiert für mich auf den wesentlichen Prinzipien der Eigenverantwortlichkeit und der Beratung. Es gibt keine Priester, keine geistliche Elite, dafür demokratisch gewählte Räte aus neun Personen für die Belange des Gemeindelebens. Die Bahá’í-Wahl ist unabhängig von Machtstrukturen, da es keine Kandidaten gibt und jeder in der Gemeinde wählbar ist. Wir kommen zusammen zu Vertiefungen, Andachten, Studienkreisen (die allen Menschen offenstehen), an Neunzehntagefesten und Feiertagen. Wir lesen Texte und Gebete aus den heiligen Schriften, beraten miteinander, nehmen uns Zeit für geselliges Beisammensein.

Bahai Tempel Haifa
Bahai-Tempel in Haifa

Mein Glaube (und die damit verbundene Gemeinschaft mit meinenMitgläubigen) ist meine Heimat. Dort finde ich Geistigkeit, Freude und Geborgenheit. Meine schönsten und eindrucksvollsten Erlebnisse hatte ich auf mehreren Pilgerreisen zu den Heiligen Stätten der Bahá’í auf dem Berg Karmel und in Akká. Außen die Schönheit der Gärten und Gebäude, reine Luft, weiter Blick – innen Gebet und Meditation an den Heiligen Schreinen, sanfte Luftströme, Rosenduft, Vogelgezwitscher … Dann die vielen freudigen Begegnungen mit Bahá’í aus aller Welt.

Ich besuche auch gerne das europäische Haus der Andacht in Langenhain/Hofheim im Taunus. Wie alle kontinentalen Häuser der Andacht symbolisiert es die Einheit der Religionen: Neun Eingänge stehen offen für neun Weltreligionen, aus deren heiligen Schriften bei den sonntäglichen Andachten rezitiert wird.

Weitere Highlights sind Seminare und mehrtägige Ferienkurse, die an verschiedenen Orten in Deutschland stattfinden. Neben dem inhaltlichen Angebot freue ich mich auf Freunde von überall, auf Musik und Kreativität und unterhaltsame Abende.

Gisela Klein gibt folgende allgemeine Informationen zur Bahá ì – Religion:
Zu allen Zeiten waren es die Religionen, von denen geistige und soziale Impulse ausgingen. Das jüngste Glied dieser Kette, die Bahá‘í-Religion, wurde 1863 von Bahá’u‘lláh (arab. Herrlichkeit Gottes, 1817 – 1892) in Persien gestiftet. Die Bahá’í glauben an die Einheit der Religionen im Kontext einer fortschreitenden GottesoffenbarungEr verkündete: Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.“

Bildung und Erziehung sind zentrale Themen Seiner Lehren. Sie sind Grundlage menschlicher Entwicklung und tragen zum Fortschritt der Kultur bei. Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.“

Zu weiteren Bahá’í-Prinzipien gehören unter anderem:
–  Beseitigung aller Formen von Vorurteilen
–  Selbständiges Erforschen der Wahrheit
–  Gleichberechtigung von Mann und Frau
–  Beseitigung der Extreme von Armut und Reichtum
–  Harmonie zwischen Wissenschaft und Religion
–  Ausgewogenheit zwischen Natur und Technologie

Wie sehen die Bahá‘í die Zukunft?
„Diese verderblichen Kriege werden vergehen und der Größte Friede wird kommen.“ (Bahá’u‘lláh)

Weitere Informationen siehe
www.bahai.de/woran-bahai-glauben/
berlin.bahai.de

 

 

Gemeinschaft der Sikhs

Ranjit Paul Kaur ist als Mitglied der Sikh-Gemeinschaft in der Werkstatt.

Sikh-Tempel-Berlin.2
Foto: Ranjit P. Kaur©

Der Tempel der Sikhs, eine
Präsentation von Ranjit P. Kaur©

Und hier geht es zur eigenen Seite des Berliner Sikh-Tempels.

Zur allgemeine Information über die Sikh-Religion empfiehlt Ranjit P. Kaur das Sikh-Forum: es wurde im Jahr 2000 gegründet, um in zeitgemäßer Sprache Einblicke in die  religiöse und ethische Welt der Sikh-Religion zu geben. Gläubige in der ganzen Welt arbeiten   ehrenamtlich daran mit.

darum bin ich dabei

Werkstatt bei der Arbeit.P1020034-1„weil die Werkstatt eine wichtige Einrichtung für zivilgesellschaftliches Engagement in Initiativen des Friedens ist.“

weil die Werkstatt mich selber schlauer macht, auch in Fragen meiner Religion.“

„weil ich hier eine Vielfalt von gelebten religiösen / weltanschaulichen / spirituellen Möglichkeiten erlebe – ohne eingeengt zu werden und auf eine enge, mir nicht angemessene Dogmatik festgelegt zu werden.“

„weil ich in der Werkstatt immer wieder erfahre, dass sich Vernunft und Glaube doch nicht ausschließen.“

„weil die verschiedenen religiösen Zeugnisse in der Werkstatt für mich ein wichtiger Beitrag zum Erleben unserer Wirklichkeit sind.“

„weil ich jenseits von Dogmatik  so viele Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Religionen und Weltanschauungen entdecke.“

„weil das Zusammenleben in einer heterogenen Stadt wie Berlin besser gelingt, wenn die Menschen miteinander reden und sich gegenseitig kennenlernen. Dafür ist die Werkstatt ein geeigneter und wichtiger Ort. Außerdem finde ich spannend, welche Theorien andere Menschen entwickelt haben, um sich ihre Existenz erklären zu können.“

„weil ich meinen eigenen Glauben vor dem Hintergrund der anderen Überzeugungen noch klarer erkennen kann.“

„weil das Erzählen über sich selbst und das Erfahren der Geschichten der Anderen dem Selbstverständnis dient und die eigenen toten Winkel aufdeckt.“

„weil es sich von Mensch zu Mensch so viel besser über spirituelle Erfahrungen und biographische Perspektiven als über abstrakte Glaubensinhalte und Ziele sprechen lässt.“

„weil man in einer Atmosphäre aus Vertrauen und Respekt auch die tiefsten Seelenthemen behutsam ansprechen und ihnen wohlwollend zuhören kann.“

„weil ich hier nicht nur über andere Religionen in abstrakter Weise höre, sondern die autobiografische Ebene mir immer wieder spannende Einblicke in erlebte Religion vermittelt.“