Muslime gegen den Terrorismus

MARSCH DER MUSLIME GEGEN DEN TERRORISMUS
9. –14. JULI 2017

Am Sonntag, 9.Juli. um 12.30 startet das muslimisch-jüdisch initiiertes europäisches Friedensprojekt in Berlin an der Gedächtniskirche, das fünf Tage darauf, am französischen Nationalfeiertag, dem 14.Juli, in Paris seinen Zielpunkt haben wird:
Die „Marche des Musulmans contre le terrorisme“ – den „Marsch der Muslime gegen den Terrorismus“.

Imame aus ganz Europa sowie Delegationen, die die Länder mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten repäsentieren, werden sich in Berlin auf dem Breitscheidplatz in Anwesenheit der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin Angela Merkel versammeln. Dort werden sie ein Gebet zur Erinnerung an die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 sprechen.

Die Mitglieder der Delegation werden danach in einem ihnen zur Verfügung gestellten Autobus eine Fahrt zu allen Städten machen, in denen Mörder im Namen des Islam blutige Anschläge verübt haben.
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Friedensmarsch im Ramadan

Unser WRW-Mitglied Fereshta Ludin  und andere engagierte Musliminnen und Muslime rufen zu einem Friedensmarsch am etzten Freitag des  Fastenmonats Ramadan auf.
In ihrem Aufruf heißt es: „Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die in Deutschland und außerhalb Opfer von jeglicher Form von Diskriminierung, Hass, Gewalt und Terror geworden sind.“

Termin: 23. Juni, 18.00 – 20.00 Uhr,
Die Route führt vom Gendarmenmarkt zum Pariser Platz, wo eine Mahnwache und ein Friedensgebet abgehalten werden.

Ähnliche Friedensveranstaltungen werden am selben Tag auch in Hamburg, Stuttgart und anderen Städten stattfinden.

Der Islam gehört zu Europa

Als ´Buch des Monats März`
stellt Reinhard Kirste in seinem interreligiösen Blog das Buch von
Monika Walter: Der verschwundene Islam? – Für eine andere Kulturgeschichte Westeuropas, (533 S.)  vor. „Von der historischen Abgrenzung in der christlichen und aufklärerischen Geschichte Europas ist es allerdings ein schwerer, jedoch notwendiger Weg, europäische Identität auch im Kontext des Islam neu zu definieren.“
Die ganze Rezension lesen.

Eine weitere Neuerscheinung zum Thema Islam und Europa ist das Buch von Monika und Udo Tworuschka: Illustrierte Geschichte des Islam, (172 S.). „Es zeichnet ein differenziertes Bild des Islam von seinen Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart. … Das alles attraktiv und übersichtlich präsentiert… Zahlreiche Infokästen sorgen zusätzlich für Orientierung und schnellen Zugriff auf die Informationen.“
Die ganze Presseinformation lesen.

Muslime

Fereshta Ludin gehört als sunnitische Muslima der Werkstatt an.
Fereshta Ludin:
Muslima, hat das Lehramt für Grund- und Hauptschulen in den Fächern Englisch, Deutsch und Gemeinschaftskunde  bzw. Politikwissenschaft studiert. Sie engagiert sich für den interreligiösen und interkulturellen Dialog an Schulen. In Zusammenarbeit mit dem Senat hat sie den Initiativkreis „Dialog der Religionen für Kinder und Jugendliche“ 2014 mit ins Leben gerufen. Sie setzt sich für die Antidiskriminierungsarbeit und Chancengleichheit im Rahmen staatlicher Initiativen ein.

Muslime
Foto: Fereshta Ludin

Über den Islam sagt Fereshta Ludin:
Das Wort Islam stammt vom Begriff Salam ﺴﻠﺍﻢ. Ein arabischer Begriff, der Frieden bedeutet.
Ein Muslim ist jemand, der  Frieden macht. Frieden mit sich selbst, mit der Schöpfung und mit dem Schöpfer. Diese drei Beziehungen stellen eine Einheit dar.  Ein praktizierender Muslim verinnerlicht diese Haltung nicht nur im Herzen,  sondern vor allem in seinem täglichen Umgang und seiner Lebenspraxis. Muslime leben ihren Glauben spirituell, kulturell und in der Praxis vielfältig. Ihre Überzeugung ist teilweise sichtbar oder unerkenntlich.
In Berlin gibt es zahlreiche muslimische Gemeinden, deren Gemeindeleben sowohl kulturell als auch religiös unterschiedlich geprägt sind. Unter ihnen gibt es auch Gemeinden, die deutschsprachig arbeiten.

Außerdem weist Fereshta Ludin auf folgende Informationsmöglichkeiten  hin:
Bei Fragen zum Thema Islam, Moscheeführung für Schulen oder andere Gruppen können folgende Gemeinden weiterhelfen:
https://www.berlin.de/adressen/verein/dmkberlin-ev-4f144709b4fc475f0bc92801.html
und
http://www.sehitlik-camii.de/

 

darf ich zeigen, wer ich bin?

Bei unserer Jahrestagung 2015 stieß die Lesung von Fereshta Ludin auf sehr große Resonanz.  Wir freuen uns daher, das Thema in Zusammenarbeit mit der Werkstatt der Kulturen noch einmal aufgreifen zu können:

Mittwoch, 1. Juni 2016, 19.30 Uhr
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Lesung und Gespräch mit Fereshta Ludin, Autorin von „Die Enthüllung der Fereshta Ludin. Die mit dem Kopftuch

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Foto Daniel Gerlach — Deutscher Levante Verlag, CC0

Das Buch von Fereshta Ludin beschreibt als eines von vielen Beispielen, wie und wo Zivilgesellschaft und Religion ihr Verhältnis neu ausrichten. Hier ist das Kopftuch der Musliminnen der Ausgangspunkt für vielerlei ganz persönliche Erfahrungen und für weiterführende Gedanken. Mit der Lesung und dem anschließenden Gespräch werden Überlegungen, Befürchtungen und Vorschläge formuliert – unter den Podiumsteilnehmer*innen und im Austausch mit dem Publikum.

Fereshta Ludin ist Tochter eines afghanischen Diplomaten, lebte als Schülerin in Saudi-Arabien, ist Mutter einer muslimischen Patchwork-Familie und Weltbürgerin – eine bekennende Muslima, die Deutschland mit gestalten und keine Zuschauerin sein will.

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