Pagane Wege

Gisela Kranz ist Hierophantin in der Fellowship of Isis und hat ein Iseum in Berlin gegründet. Sie sagt dazu: neben den herkömmlichen Religionsgemeinschaften existiert eine facettenreiche Szene neuer religiös-spiritueller Bewegungen, unorthodox, eigenständig, kreativ und manchmal chaotisch.

Isis of 10.000 names
courtesy of the FOI Homepage

In dieses Segment ist auch die Fellowship of Isis verortet, eine internationale, multireligiöse Bewegung mit der ägyptischen Göttin Isis als Namenspatronin. Die Fellowship of Isis ehrt die überlieferte Mythologie und das esoterische Wissen aus allen Kulturen, besondere Aufmerksamkeit widmet sie  jedoch stets den explizit und  implizit weiblichen Aspekten, die in diesen Traditionslinien (Divine Feminine) zu finden sind.
Der größte Teil der Mitgliedschaft der Fellowship of Isis praktiziert pagane und/oder naturreligiöse Wege; die Freiheit des Gewissens, die spirituelle Weiterentwicklung  und die Eigenverantwortung des Einzelnen in allen Lebensbereichen gelten als besonders wichtig, die Hierarchien sind dementsprechend flach.
Einblicke in die Fellowship of Isis vermittelt das Berliner Iseum mit dem Ziegenfisch.
Große Teile der  pagane Szene Berlins arbeiten in einem Aktionsbündnis zusammen,  sie haben eine gemeinsame Website: paganes-leben-berlin.de

Als allgemeine Information zur übergeordneten Kategorie der
neuen religiösen Bewegungen/ Esoterik 
sagt Gisela Kranz:
In seiner umfassenden Erhebung zu den Religionsgemeinschaften in Deutschland stellt REMID, der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e.V., 2016 fest: „Der Bereich `Neue Religionen/Esoterik´ ist mit einer Million Anhängern eher eng gefasst“ und nimmt man gar die Menschen mit lockeren Bindungen an diesen Bereich hinzu „beläuft sich die Anhängerschaft alternativer religiöser Angebote auf ca. 2 bis 3 Mio.“. (nachzulesen im Abschnitt „Religionspluralismus“ unter
http://remid.de/info_zahlen_grafik/